Fotos von Wolfgang Kiesel.
Exklusivität umgibt die große Familie der Orchideen, die mit ihren zahllosen Gattungen und Arten fast überall auf der Erde verbreitet ist, bis heute. Dabei sind die Pflanzen, deren spektakuläre Blüten für viele einen besonderen Reiz haben, schon seit Ende des 19.Jahrhunderts bei europäischen Sammlern und Liebhabern in Kultur.
Irrigerweise glaubt man, die Pflanzen seien besonders anspruchsvoll und kompliziert in der Pflege; dabei ist nicht nur die Haltung im geschlossenen Blumenfenster, sondern auch am besonnten Fensterbrett möglich. Man muss nur für entsprechende Luftfeuchtigkeit Sorge tragen; sie lässt sich beispielsweise erzielen, wenn man die Pflanztöpfe in eine Schale stellt, die einige Zentimeter hoch mit Blähton gefüllt ist; dieser wird stark gewässert. Ein Gitter, das darüber liegt, soll verhindern, dass Feuchtigkeit von unten in den Topf gelangt, weil sie den Wurzeln schaden würde. Ein gewisser Temperaturabfall während der Nachtstunden ist wichtig, da die meisten Orchideen auch an ihrem Heimatstandort solchen klimatischen Schwankungen ausgesetzt sind.
Wer mit der Orchideenkultur erst anfangen möchte, der sollte sich zunächst mit Phalaenopsis oder auch mit Paphiopedilum-Arten beschäftigen; sie revanchieren sich für gute Pflege mit prächtigen Blüten.










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