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Pflanzenpflege - kürzen, lichten, lüften

Artikel ID: 131
Verfasst von: terra
Verfasst am: Mo 31 Mai, 2010 11:43
Externer Link zu diesem Artikel:
http://wasseragamen.info/kb.php?a=131

Pflanzenpflege - kürzen, lichten, lüften

Wenn die Pflanzen im Aquarium wachsen, wird sich der Pfleger freuen. Er wird aber auch bald feststellen, dass sie nicht immer nach Wunsch und schon garnicht dort wachsen, wo man es gerne hätte. Regelmäßige Eingriffe sind deshalb absolut notwendig, auch wenn man die “Gartenarbeit im Aquarium” auf ein Minimum beschränken sollte, um Störungen für die Fische zu vermeiden.

Wer glaubt, dass Pflanzen im Aquarium nur dekorativen Zwecken dienen, hat sich getäuscht. Sie spielen als Sauerstoffspender und Verbraucher überschüssiger Abbauprodukte eine wichtige Rolle im Aquarium. Das mit dem Sauerstoff mag einem noch einleuchten, doch wie können Pflanzen “Filterwirkung” haben? Die Pflanzen können die anfallenden Sinkstoffe zwar nicht unmittelbar aufnehmen, doch nachdem die Bodenbakterien ihre Arbeit verrichtet haben, sind die Pflanzen an der Reihe und verwerten ihrerseits die “aufbereiteten” Abfallstoffe. Ein Grund mehr, sich nicht nur um das Wohlergehen der Fische, sondern auch der Pflanzen zu kümmern.

Unnötiges Umpflanzen vermeiden!

Pflanzen wachsen erst dann gut, wenn sich ihr Wurzelwerk verankert und fein verzweigt hat, so dass sie ausreichend Nährstoffe aufnehmen können. Deshalb sollte ein häufiges Umpflanzen möglichst vermieden werden. Beim Herausnehmen einzelner Pflanzen solltet Ihr äußerst vorsichtig vorgehen und immer darauf achten, dass Ihr Pflanzen, die in der Nähe der betreffenden Pflanze wurzeln, nicht unnötigerweise halb mit aus dem Bodengrund zieht. Die langen empfindlichen Wurzeln sollten nach Möglichkeit nicht beschädigt oder gequetscht werden. Ist es doch einmal dazu gekommen, schneidet Ihr die beschädigten Wurzelteile am besten vor dem Wiedereinpflanzen ab.

Rosettenpflanzen auslichten

Dennoch muss man den Pflanzenbestand ständig auslichten, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig Licht und Bodenraum wegnehmen. Besonders häufig ist die bei Rosettenpflanzen der Fall, die sich durch Ausleger vermehren und deren Ausläufer auch noch häufig in Richtung Frontscheibe wachsen, so dass dem Betrachter die Sicht verwehrt wird. Natürlich muss man auch alte, braune und mit Algen behafteter Blätter vorsichtig oberhalb der Blattwurzel abschneiden und entfernen.

Stängelpflanzen kürzen

Stängelpflanzen, die senkrecht nach oben wachsen, sollte man regelmäßig kürzen, und zwar über einem Seitentrieb, der dann um so kräftiger weiter wächst und die unteren Bereiche der Pflanze stärker füllt. Wenn man die abgetrennte Spitze wieder einpflanzt, treibt auch sie bald Wurzeln und wächst an. Selbst wenn keine Seitentriebe vorhanden sind, empfiehlt es sich, die Pflanze trozdem zu kürzen, weil sie dadurch angeregt wird, an der Trennstelle neue Triebe zu bilden.

Schwimmpflanzen reduzieren

Zur Einrichtung eines Aquariums stehen eine ganze Anzahl von Schwimmpflanzen wie Riccia, Salvinia oder Ceratopteris zur Verfügung, die bei ausreichendem Licht schnell wuchern und bald die ganze Wasseroberfläche bedecken, so dass die übrigen Pflanzen kein Licht mehr erreicht und zudem der Gasaustausch beeinträchtigt wird. Am besten geht man so vor, dass man regelmäßig die kleinen Ableger absammelt und nur einige wenige größere Pflanzen behält. Ceratopteris (Schwimmfarn) kann man zudem zu riesigen Einzelexemplaren mit sehr dekorativen Wurzelbüschen heranziehen, wenn man ihnen beim Kürzen immer drei bis vier der stärksten Blätter lässt.

Vorsicht vor Trockenheit!

Bodengrund auflockern

Von Zeit zu Zeit sollte man den Bodengrund mit einem Stab etwas auflockern, ohne dabei an den Pflanzenwurzeln zu reißen oder diese zu verletzen. Etwa alle zwei Wochen sollte man ihn zudem mit einem Mulmheber auflockern, um auf diese Weise verfaulende Pflanzenreste und Mulm zu entfernen, dass sich im Bodengrund Fäulnissherde bilden. Hilft das alles nichts und die Wurzeln wachsen aus dem Bodengrund nach oben, muss das Becken mit gewaschenen Kies neu eingerichtet werden.

Pflanzen selbst vermehren

Selbst Pflanzen zu vermehren, ist bei den meisten Arten kein Problem! Stimmen die Verhältnisse im Aquarium, vermehren sich einige Pflanzen sogar ganz von selbst, indem sie Ableger treiben, die zunächst noch mit der Mutterpflanze verbunden sind. Andere Pflanzen vermehren sich durch Seitentriebe von Hauptstängel oder durch unterirdisch treibende Stängel, sogenannte Rihzome. Diese kann man vermehren, indem man das Rhizom in Stücke von etwa 1,5 cm Länge teilt und die Stücke in den Bodengrund drückt, wo sich neue Ableger entwickeln.

Pflanzendüngung - Die richtigen Nährstoffe - richtig dosiert

Man könnte meinen, dass Pflanzen im Aquarium - genügend Licht und einen geeigneten Bodengrund vorausgesetzt - von allein wachsen und keiner besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Doch das ist leider falsch: Unterschiedliche Pflanzen verlangen verschiedene Nährstoffe, von denen sie dann auch noch unterschiedliche Mengen brauchen. Es reicht also nicht aus, den Pflanzen ein allgemeines Nährstoffangebot zu bieten, sondern man muss auch gezielt düngen....

Pflanzen regelmäßig düngen

Der Fachhandel bietet außerdem Düngepräparate an, die ein breites Nährstoffspektrum enthalten und etwa ein bis zwei Wochen nach der Ersteinrichtung ins Aquarium gegeben werden. Danach sollte man erst einmal abwarten, um dann ja nach Pflanzenwachstum weitere Maßnahmen zu ergreifen. Sind die Lichtverhältnisse gut und ist genügend CO2 im Wasser, werden die Pflanzen womöglich auch ohne Düngung gut wachsen, was vor allem für Pflanzen gilt, die nicht ganz so viele Nährstoffe benötigen (beispielsweise Ceratopteris- und Hygrophilia-Arten). Nur wenn das nicht der Fall ist, sollte man bei jedem oder jedem zweiten Wasserwechsel nach düngen.

Langzeitdünger

Wer ein Aquarium neu einrichtet, wird den Bodengrund mit einem sogenannten “Langzeitdünger” versetzten, der im Zoofachhandel erhältlich ist. Es sollte sich aber um Beimischungen mineralischer Art handeln, die beispielsweise Ton oder eisenhaltiges Laterit enthalten. Organische Stoffe (Torf, Komposterde oder gar organische Erde) würden zur Fäulnisbildung führen und schließlich das Wasser verderben.

NPK-Dünger

Wachsen die Pflanzen schlecht oder vielleicht gar nicht, kann man mit gezielter Düngung Abhilfe schaffen. Auch eine extra auf größere Einzelpflanzen (Solitärpflanzen) ausgerichtete Düngung ist möglich. Zudem gibt es Pflanzenarten (bestimmte Echinodorus- und Cryptocoryne-Arten), die besonders viele Nährstoffe benötigen, so dass man sie ebenfalls gezielt düngen sollte. Dazu verwendet man Volldünger, der auch als NPK-Dünger bezeichnet wird (N=Stickstoff, P=Phosphat, K=Kalium), weil er verschiedene Bestandteile enthält. Er darf aber nie direkt ins Wasser gegeben werden, weil sich sonst die Algen explosionsartig vermehren! Statt dessen stellt man aus rotbraunen Ton (der Eisen enthält) kleine Tonkügelchen von etwa 2cm Durchmesser her, die (etwa drei) Volldünger-Kügelchen umschließen. Sind die Kugeln getrocknet, kann man jeweils eine bis zwei davon direkt am Fuß der zu düngenden Pflanze in den Bodengrund drücken.

Welcher Volldünger ist geeignet?

Zur schnellen Düngung ist die Verwendung von Nitrophoska (“Blaukorn”) zu empfehlen, der stark sauer ist, sich im Wasser schnell auflöst und sofort wirkt. Der Düngungseffekt hält etwa für drei Monate an. Als Langzeitdünger ist dagegen Basacote 6M zu empfehlen, der nur schwach sauer ist und etwa sechs Monate wirkt. Natürlich kann man beiden Dünger miteinander kombinieren, indem man die Tonkügelchen entsprechend bestückt.

Vorsicht mit Düngegranulat und Düngestäbchen!

Düngegranulat und Düngestäbchen, die zur Düngung von Topfpflanzen angeboten werden, sollten nur mit äußerster Vorsicht (und wenn, dann nur in geringsten Mengen) eingesetzt werden, da ihre Wirkung schlecht zu kontrollieren ist und meist ein explosionsartiges Algenwachstum die Folge ist.

Eisendünger

Werden die Pflanzen gelb, fleckig-blass und fehlt die sattgrüne Farbe, leiden die Pflanzen an Eisenmangel. Auch diesen kann man über eine Düngung beheben, und zwar mit Präparaten, wie sie im Fachhandel erhältlich sind. Doch Vorsicht: Es gibt auch Pflanzen, die hohe Eisenmengen nicht vertragen (z.B. Hygrophila- und Ludwigia-Arten), und auch die hübschen kleinen Süßwassergarnelen, die häufig als Algenfresser eingesetzt werden, haben ihre Probleme mit eisenhaltigen Wasser.

Knollenpflanzen als Indikatoren

Knollenpflanzen (z.B. Aponogeton und Crinium-Arten) bringen ihre Nährstoffe schon gespeichert mit. Wachsen sie gut, ist ausreichend CO2 vorhanden. Wachsen sie nicht, ist das ein deutliches Zeichen, dass CO2 fehlt. Wachsen nur die übrigen Pflanzen nicht, fehlt es insgesamt an Nährstoffen. Und nur dann ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen -wenn CO2 fehlt, können die Pflanzen den Dünger gar nicht aufschließen. Stattdessen freuen sich die Algen über die Extra-Portion und wachsen umso schneller.
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Stichwörter: Aquarium, Aquaristik,


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