Fachwort-Lexikon

Erläuterungen zu Fachbegriffen

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» 0.0.1
Unbestimmtes Geschlecht
Diese Zahlenfolge zeigt jeweils das Geschlecht der Tiere sowie die Anzahl an. In diesem Fall handelt es sich um ein Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bestimmt wurden.
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» 0.1
Weibchen
Diese Zahlenfolge gibt an, dass es sich um ein Weibchen handelt. Die zweite Zahl steht hierbei für das Geschlecht und kann in der Höhe je nach gehaltenen Tieren variieren, z. B. 0.3 wären drei weibliche Tiere.
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» 1.0
Männchen
Diese Zahlenfolge gibt an, dass es sich um ein Männchen handelt. Die erste Zahl steht hierbei für das Geschlecht und kann in der Höhe je nach gehaltenen Tieren variieren, z. B. 2.0 wären zwei männlicheTiere.
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» 1.1
Paar
Diese Zahlenfolge gibt an, dass es sich um ein Paar handelt, Die erste Zahl steht für ein männliches und die zweite Zahl für ein weibliches Tier. Die Position der Zahl gibt hierbei das Geschlecht an und die Zahl an sich natürlich die Anzahl der Tiere, z. B. 1.2 wären ein Männchen und zwei Weibchen.
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» 1.2
Ein Männchen - zwei Weibchen
Diese Zahlenfolge gibt an, dass es sich um ein Männchen und zwei Weibchen handelt. Die erste Zahl steht hierbei für männlich und die zweite Zahl für weiblich. Die Höhe der jeweiligen Zahlen gibt an, wie viele Tiere von welchem Geschlecht gehalten werden.
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» Abdomen
Hinterleib
Das Abdomen (zu deutsch der Bauch) ist der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken. Umgangssprachlich wird manchmal auch nur das Fettpolster vor dem Bauch so genannt (auch Wampe, Wanst, Plautze, Ranzen, Bierbauch usw.).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Abdomen
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» Abdominalregion
Abdominalregion
Unterseite des Körpers von der Kehle bis zum Kloakenspalt
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» Aberration
Abweichung
Abweichung
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» abiotisch
nicht lebend
nicht lebend
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» Ablösung der Haut
Hautablösung
Könnte auf eine falsche Vitamin-A Versorgung, Milben- oder Pilzinfektionen hinweisen. Nicht zu verwechseln mit der normalen Häutung, bei der die alte Haut durch eine neue ersetzt wird.
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» aboreal
baumbewohnend
baumbewohnend
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» Abstrich
Eine Untersuchung, bei der mit Tupfern, kleinen Bürsten oder Spateln Material von einer Schleimhaut-Oberfläche oder aus einer Wunde zur Untersuchung entnommen wird.
Mit Hilfe eines sterilen Wattetupfers wird aus einem Infektionsherd Material entnommen. Der Tupfer wird in der Regel in einem Mikrobiologie-Labor auf Nährböden ausgestrichen. Nach Inkubation lassen sich Bakterien und Resistenzen der Bakterien bestimmen und die antibiotische Therapie auf den Erreger anpassen.
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» Abszess
Eiteransammlung
Eine abgegrenzte Eiteransammlung, die bei Reptilien z. B. als Schwellung an den Vorder-, Hintergliedmaßen, am Hals, Ohr oder Nacken auftreten kann.
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» Abundanz
Abdundanz
Die Häufigkeit von Organismen (Arten oder Individuen) in Bezug auf eine Flächen- oder Raumeinheit
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» Abundismus
Schwarzfärbung
Schwarzfärbung durch hinzukommende schwarze Zeichnungselemente
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» Acariasis
Milben- oder Zeckenbefall
Milben- oder Zeckenbefall, in Form von äußerlich schmarotzenden (blutsaugenden) Parasiten.
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» Adaption
Anpassung
Anpassung, Ausprägung besonderer Verhaltensweisen , die die Überlebenschancen in einem bestimmten Lebensraum verbessern.
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» Adult
erwachsen, geschlechtsreif
Das Adjektiv adult (von lat. adultus: erwachsen) ist ein Synonym für erwachsen und bezeichnet insbesondere die Lebensphase nach Eintritt der Geschlechtsreife eines Organismus. Übergangsstadien werden auch als subadult oder präadult („halbwüchsig“) oder immatur („unreif“) bezeichnet. Verwendet wird der Begriff häufig bei der Beschreibung von Wirbellosen Tieren, die sich über ein oder mehrere Larvenstadien entwickeln, sowie bei der Beschreibung von Vögeln.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Adult
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» Adulti
Adulti
Geschlechtsreife Tiere
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» Adultus
Adultus
Geschlechtsreifes Tier
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» Aftersporn
Aftersporn
Ein sich beidseitig des Afters befindliches, krallenähnliches Gebilde oder auch Reste der Hinterbeine einiger Schlangearten
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» Agamidae
Agamidae
Agamidae - Familie der Agamen
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» Akarizid
Akarizid
Gegen Zecken und Milben wirkend
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» Akinese
Akinese
Bewegungslosigkeit, so genannten "Tot stellen"
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» Aklimation
Aklimation
Methode zur Eingewöhnung, um das Tier an das bestehende Klima einzugewöhnen. Wird umgangssprachlich auf für die Gewöhnung an neue Gegebenheiten (Umzug usw.) benutzt.
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» Akrodont
Akrodont
Mit dem Kiefer fest verbundene Zähne
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» Aktivitätstemperatur
Aktivitätstemperatur
Ein spezifischer Temperaturbereich, in dem Nahrungsaufnahme, Paarung usw. der jeweiligen Art stattfindet. Auch Vorzugstemperatur genannt.
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» Albinismus
Albinismus
Eine angeborene, genetisch bedingte Störung des Tyrosin-Stoffwechsels, betroffenen Tieren fehlen die Grundfarbpigmente. Sie sind farblos bzw. weiß gefärbt.
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» Allantoisplazenta
Allantoisplazenta
Mutterkuchen
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» allopatrisch
allopatrisch
Bezeichnung für Sippen, Populationen und Genotypen mit sich ausschließenden Verbreitungsgebieten.
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» Amelanistisch
Amelanistisch
Es fehlt der Farbstoffes Melanin (albinotisch)
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» Ametabol
keine Metamorphose durchlaufend
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» Aminosäuren
Aminosäuren
Grundbausteine der Proteine.
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» Amixie
Amixie
Verhinderung der Verpaarung von Individuen einer Art in einer Region durch geographische Isolierung der Tiere.
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» Amnion
Amnion
Den Keimling schützende Embryonalhülle; Schafhaut; nur bei Reptilien, Vögeln und Säugern
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» Amnioten
Amnioten
Reptilien - Amniontiere werden zusammenfassend Landwirbeltiere genannt, deren Embryonen sich in einer mit Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) gefüllten Amnionhöhle entwickeln, die von einer Embryonalhülle (Amnion) umgeben ist. Dadurch wurden sie in ihrer Entwicklung vom Wasser unabhängig
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» Amöben
Amöben
Wechseltierchen
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» Amöbiasis
Darmfäule
Erkrankung, bevorzugt im Enddarm und in der Leber. Für viele Reptilien oft tödlich verlaufenden Erkrankung.
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» Amplexus
Als Amplexus wird der Zustand der Umklammerung der Weibchen vom Männchen während der Paarungszeit bezeichnet
Als Amplexus wird der Zustand der Umklammerung der Weibchen von Froschlurchen (und wenigen Schwanzlurchen) durch die Männchen während der Paarungszeit bezeichnet. Es handelt sich um einen Klammerreflex. Dieses Verhalten dient dazu, den Vorgang der Laich- und Spermaabgabe ins Wasser (äußere Befruchtung) zu synchronisieren. Bei den phylogenetisch urtümlichen Arten der Unterordnungen Archaeobatrachia und Mesobatrachia klammert sich das Männchen mit seinen Armen in der Hüft- beziehungsweise Lendengegend des Weibchens, also vor dessen Hinterbeinen fest - der so genannte Amplexus lumbalis oder auch Amplexus inguinalis. Nur Kehle und Brust des Männchens haben dabei Kontakt mit dem Rücken des Weibchens (vergleiche beispielsweise Unken, Scheibenzüngler, Schaufelkröten, Krallenfrosch). Bei den „modernen“ Froschlurchen (Neobatrachia; vergleiche beispielsweise Kröten, Laubfrösche, Echte Frösche) beobachtet man den so genannten Amplexus axillaris: Das Männchen steigt so auf den Rücken des Weibchens, dass es dieses hinter den Vorderbeinen umklammert. Um besseren Halt zu haben, entwickeln viele Arten Brunstschwielen. Oft erfolgt der Amplexus bereits während der Laichplatzanwanderung; die Männchen lassen sich dann huckepack über Land zum Fortpflanzungsgewässer tragen. Dies hat weniger mit Bequemlichkeit, sondern mit der Vermeidung der Konkurrenz durch oft in Überzahl vorhandene Männchen zu tun.

Während der Paarungszeit ist der hormongesteuerte Klammerreflex der Männchen sehr stark ausgeprägt, so dass sie oft ungestüm und unselektiv jeden in Form und Größe einigermaßen passend erscheinenden Gegenstand zu umgreifen versuchen. Dabei kommt es nicht selten zu Fehlpaarungen zwischen unterschiedlichen Arten oder sogar mit Objekten wie Treibholz oder toten Fischen (vergleiche ferner: Teichralle). Auch menschliche Finger werden ergriffen und mit erstaunlicher Klemmkraft „umarmt“, wenn man sie dem Männchen unterschiebt. Das Männchen lässt sich dann ohne weiteres aus dem Wasser heben und löst selbst dann seinen Klammergriff oft noch nicht.

Außerdem entstehen im Gewässer manchmal große „Knäuel“ aus mehreren sich gegenseitig umklammernden Exemplaren – besonders bei der in großen Gesellschaften laichenden Erdkröte ist dieses Phänomen oft zu beobachten. Dabei kann es durchaus zum Ertrinken oder Ersticken von Tieren kommen. Insbesondere das Weibchen, das sich meist hilflos irgendwo in der Mitte des „Knotens“ befindet, ist davon betroffen. Um sich zudringliche Geschlechtsgenossen innerhalb der Laichgesellschaft vom Leib zu halten, verfügen Männchen über einen „Befreiungsruf“, der dem Gegenüber seinen Fehlgriff signalisieren soll. Das funktioniert allerdings nur innerhalb derselben Art - und auch dann nicht immer.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Amplexus
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» Aquatisch
im Wasser lebend bzw. wachsend
Als aquatil (auch: aquatisch) (aus dem Lateinischen abgeleitet; etwa: im Wasser, zum Wasser gehörend) bezeichnet man in der Biologie Organismen, die ihren Lebensmittelpunkt im Wasser haben, beispielsweise Fische, manche Wirbellose und Amphibien, aber auch Pflanzen. Aquatil ist das Gegenteil von terrestrisch, also: an Land, zum Land gehörend.
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» Autotomie
Schutzverhalten bei vielen Wirbellosen und Wirbeltieren: Bei Gefahr werden bestimmte Körperteile, z.B. Gliedmaßen, an vorgebildeten Bruchstellen abgeworfen. Diese Körperteile bilden sich meist wieder neu.
Die Autotomie (griechisch αυτοτομία = autotomía, "Selbst-Schneidung") bezeichnet bei Tieren die Fähigkeit mancher Arten, bei Gefahr einen Körperteil abzuwerfen. Je nach Tiergruppe wächst das abgeworfene Körperteil danach vollständig, unvollständig oder gar nicht nach (Regeneration).
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» Barteln
Fadenförmige Hautanhängsel am Maul
Barteln oder Bartfäden sind fadenförmige Hautorgane am Maulbereich vieler Fische. Sie haben Geschmacksknospen und Tastkörperchen. In ihrer Längsachse sind meistens Knorpel, elastische Fasern und Muskeln enthalten. Sie dienen als Tast- und Geschmacksorgane. Barteltragende Fischgruppen sind z. B. die Welse, Ammenhaie, Schmerlen, Karpfenartige und die Dorschartigen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Barteln
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» Efeu
Der Gemeine Efeu oder kurz Efeu (Hedera helix) ist eine Kletterpflanze und enthält Gifftstoffe!!
Der Gemeine Efeu oder kurz Efeu (Hedera helix) ist eine Kletterpflanze aus der Gattung Efeu (Hedera); er ist der einzige mitteleuropäische Repräsentant der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). In Österreich wird diese Art auch Eppich genannt.
Der gemeine Efeu ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze, die durch Haftwurzeln in der Lage ist, an Bäumen und Mauern emporzuklettern; dabei erklimmt sie Höhen von bis zu 20 Metern. Durch Lichtkonkurrenz und Gewicht kann der Efeu den Trägerbaum schädigen. Der Gemeine Efeu ist der einzige einheimische Wurzelkletterer in Mitteleuropa. Fehlen Mauern oder ähnliche Klimmstützen, so überwuchert der Efeu gelegentlich flächendeckend den Boden. Efeu kann ein Höchstalter von 450 Jahren erreichen.
Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig. Bekannte giftige Inhaltsstoffe sind α-Hederin (Triterpensaponin, darunter 80% Hederasaponin C) und Falcarinol. Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden durch Reaktion des Falcarinols mit den Proteinen der Haut.

Quelle: http://de.wikipedia.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Efeu
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» ESG
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht aus einer einzigen, speziell wärmebehandelten Scheibe.
Im Ergebnis entsteht im Kern eine Zug- und in der Oberfläche eine Druckspannung. Dadurch besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit. Diese wird mittels des Pendelschlagversuches nach der Norm DIN EN 12 600 nachgewiesen. Außerdem ist das vorgespannte Glas unempfindlich gegenüber großen Temperaturunterschieden.
Wenn es bei hoher Belastung zerbricht, zerfällt es in kleinste Krümel ohne scharfe Kanten. Dadurch reduziert sich die Verletzungsgefahr im Vergleich zu normalem Floatglas ganz erheblich. ESG wird bereits seit vielen Jahrzehnten im Automobilbau für Seitenscheiben eingesetzt und verhindert wirksam Schnitt- und Stoßverletzungen. Den gleichen Dienst leistet es auch im Haus. Ganzglastüren bestehen konstruktiv bedingt grundsätzlich aus ESG.
http://www.myspiegel.de/klares-glas-pg-2074.html
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» Float
Floatglas ist Flachglas, welches im Floatprozess, oder auch Floatglasverfahren, hergestellt wurde.
Das Verfahren wird seit den 1960ern industriell angewandt und liefert derzeit etwa 95 % des gesamten Flachglases aller Anwendungsbereiche wie Fensterglas, Autoscheiben und Spiegel.
Der Begriff Normalglas, Flachglas (im Bauwesen) oder planes und durchsichtiges Glas wird mittlerweile oft synonym für Floatglas verwendet. Als Grundlage für Flachglas fast aller Bereiche wird auch von Basisglas gesprochen.
http://www.myspiegel.de/klares-glas-pg-2074.html
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» Griechische Landschildkröte Testudo hermanni
http://wasseragamen.info/kb.php?a=123
Alle europäischen Landschildkröten sind strengstens geschützt, eine Entnahme aus Wildbeständen ist verboten. Erlaubt ist allerdings der Erwerb von Nachzuchten, die mit einem CITES-Dokument ausgestattet sind, das ist so eine Art Personalausweis, der die rechtmäßige Herkunft bestätigt.

Von der Griechischen Landschildkröte unterscheidet man zwei Unterarten, eine östliche, Testudo hermanni boettgeri (früher Testudo hermanni hermanni), und eine westliche, Testudo hermanni hermanni (früher Testudo hermanni robertmertensi).
Die westliche Unterart bleibt mit 20 cm Gesamtlänge etwas kleiner als die östliche, außerdem ist ihr Panzer kräftiger gelb gefärbt, und in der Regel besitzt sie einen auffälligen gelben Fleck unterhalb der Augen auf der "Backe". Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom äußersten Nordosten Spaniens durch Südfrankreich bis nach Mittelitalien. Auch auf den Balearen, Korsika und Sardinien findet man Populationen der westlichen Unterart. Die östliche Unterart ist von Sizilien über Süditalien und Südgriechenland sowie auf dem gesamten Balkan beheimatet. Sie wird mit 20 bis 25 cm Länge, in Ausnahmefällen sogar bis zu 30 cm, deutlich größer als die westliche Unterart. Ihr Panzer ist weniger kontrastreich Gelb und Schwarz gefärbt, und mit zunehmendem Alter wird sie immer dunkler.

Die Griechische Landschildkröte bewohnt hauptsächlich Grasebenen mit Strauchbewuchs und lockerem Baumbestand, oft auch im hügeligen Gelände steile Hänge mit steinigem Boden. In der Mittagshitze ziehen sich die Tiere zur "Siesta" in den Unterwuchs der Büsche zurück. Tiere aus südlichen Regionen und der westlichen Unterart sind wärmebedürftiger als Exemplare der östlichen Unterart aus den nördlichen Balkanstaaten. Im Vergleich zu ihren natürlichen Lebensräumen ist es in Deutschland die meiste Zeit des Jahres deutlich kühler und regenreicher. Vor allem im Frühjahr und Herbst, aber auch in nasskalten Sommern, benötigen Schildkröten , besonders Jungtiere, ein beheizbares, trockenes Behältnis oder Ausweichquartier. Aber auch bei der Freilandhaltung erwachsener, gut eingewöhnter Schildkröten empfiehlt es sich, den Tieren eine Schutzhütte, z. B. ein Frühbeet, mit Wärmestrahlern im Freigehege anzubieten, in dem sie - wenn nötig - einen trockenen, warmen Aufenthaltsort finden. Jungtiere setzt man die ersten ein bis zwei Jahre vorsichtshalber nur bei trockenwarmem Wetter ins Freiland.

Familie: Testudinidae, Landschildkröten

Vorkommen: Von Nordostspanien, Südfrankreich, Mittel- und Süditalien über Südgriechenland sowie bis auf den gesamten Balkan (2 Unterarten)

Pflege: Einfach für Gartenbesitzer. Große Exemplare unter Anleitung der Eltern auch als Haustier für Kinder gut geeignet. Babyschildkröten sind dagegen nicht geeignet für Kleinkinder; da empfindlicher und aufwendiger in der Pflege; z.B. neigen sie bei feuchtkühlem Wetter schnell zu Erkältungen.

Größe: 20 bis 30 cm je nach Unterart

Futter: Vor allem Grünfutter, Salate, gelegentlich Früchte und spezielle Schildkrötenfuttermittel; für Babys mundgerecht zerkleinern.

Trinken: Immer anbieten; mindestens einmal in der Woche im lauwarmen Vollbad.
http://wasseragamen.info/kb.php?a=123
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» Großer Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis grandi
http://wasseragamen.info/kb.php?a=114
Taggeckos der Gattung Phelsuma, gehören auf Grund ihrer Farbenpracht nach wie vor zu den beliebtesten Terrarienpfleglingen. Zur Zeit zählt die Gattung Phelsuma etwa 50 Arten und Unterarten. Von Phelsuma madagascariensis kennen wir bis jetzt 4 Unterarten, die jeweils separate Verbreitungsgebiete besiedeln. Bis 30 cm messen die Männchen des Großen Madagascar-Taggeckos (Phelsuma madagascariensis grandis), der größten und wohl am häufigsten im Handel angeboten Unterart. Gelegentlich wird noch die Stammform Phelsuma madagascariensis madagascacariensis gepflegt, während die beiden anderen Unterarten, nämlich Phelsuma madagascariensis kochi und Phelsuma madagascariensis boehmi, echte Raritäten sind und nur ganz selten angeboten werden. Alle Unterarten kreuzen sich im Terrarium, so dass sich die Nachzuchten zum Teil nicht eindeutig zuordnen lassen.
Der Große Madagaskar-Taggecko ist sehr anpassungsfähig und bewohnt als Kulturfolger sogar Bauwerke in menschlichen Siedlungen, Plantagen und Bäume in Hausgärten. Das Verbreitungsgebiet zeichnet sich durch ein relativ trockenes Klima aus, obwohl heftige Sommerregen durchaus auch länger anhaltende Überschwemmungen verursachen. Im Norden Madagaskars beträgt die Temperatur im Jahresmittel etwa 27 oC ohne größere Temperaturabfälle.
Die Geschlechter lassen sich leicht unterscheiden, wenn man die Unterseiten zwischen den Hinterbeinen betrachtet. Männchen besitzen auffällig vergrößerte Schenkelporen, so genannte Femoralporen (Foto unten links). Männchen werden zudem größer, ihr Kopf ist breiter und die Hemipenistaschen heben sich als zwei Verdickungen an der Unterseite der Schwanzwurzel deutlich ab.

Unterseite Männchen 5943
Unterseite Weibchen 5944

Eine abwechslungsreiche Fütterung des Großen Madagaskar-Taggeckos ist nicht schwierig. Neben verschiedenen mundgerechten Insekten kann man ihnen Fruchtbreie anbieten und gelegentlich auch Traubenzucker (mit Vitaminen und Calcium). Erwachsenen Tieren genügen 2 - 3 Futtergaben in der Woche, Jungtiere darf man täglich füttern. Gekaufte Insekten sollte man zur Aufwertung vor dem Verfüttern mit einer Vitamin-Kalk-Mischung bestäuben, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Der Große Madagaskar-Taggecko ist sehr fruchtbar und relativ einfach zu züchten. Weibchen können alle 4 - 6 Wochen zwei verklebte Eier meist in Blatttrichtern ablegen.

Familie: Geckos, Gekkonidae

Vorkommen: Madagaskar

Größe: Männchen etwa 30 cm,
Weibchen etwas kleiner

Temperatur: tagsüber 25-30°C,
nachts Zimmertemperatur (um 20°C)

Pflege: Bei artgerechter Pflege nicht schwierig. Terrarium mit Klettergelegenheiten, z.B. glattes, entrindetes Holz, Bambusstäbe

Futter: div. Insekten und verschiedene Fruchtbreiarten Geschlechts-
unterschiede: Männchen mit großen Schenkelporen. Weibchen kleine
http://wasseragamen.info/kb.php?a=114
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» Grüne Wasseragame
http://wasseragamen.info/kb.php?a=120
Die Grüne Wasseragame sieht dem Grünen Leguan sehr ähnlich, vor allem die Jungtiere werden von Terraristikneulingen oft verwechselt. Sie erreicht aber eine deutlich geringere Endgröße als der Grüne Leguan, weshalb die "Wasserdrachen" bei Terrarianern beliebt sind. In der Gattung Physignathus kennen wir nur zwei Arten, nämlich die in Südostasien beheimatete Grüne Wasseragame, Physignathus coconcinus, und die in Australien lebende Australische Wasseragame, Physignathus lesueurii.

Das Verbreitungsgebiet der Grünen Wasseragame reicht auf dem südostasiatischen Festland von Südchina über Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha bis nach Vietnam. Meist stammen die im Handel angebotenen Tiere aus Thailand.

Wasseragamen leben hauptsächlich in Wassernähe in Tieflandregen- und Feuchtwäldern. Sie bevorzugen dicht bewachsene Ufer entlang der Gewässer. Sie sonnen sich gern auf über das Wasser ragenden Ästen, von denen sie sich bei Gefahr als gewandte Schwimmer einfach ins Wasser fallen lassen und sich dann tauchend in Sicherheit bringen. Sie klettern hervorragend, gehen aber zur Nahrungssuche auch auf den Boden.

In Südostasien bringt der Monsun von Mitte Mai bis Oktober viel Regen, während es die restliche Zeit recht trocken ist. Aber die Luftfeuchtigkeit ist auch in der Trockenzeit hoch und schwankt im Jahresverlauf zwischen 70 und 100% bei einer mittleren Temperatur von 25-30°C. Im nördlichen Verbreitungsgebiet ist es im Winter deutlich kühler mit einer Durchschnittstemperatur im Januar von 17°C.

In der Regel erreichen Grüne Wasseragamen im Terrarium eine Gesamtlänge bis zu 80 cm, möglicherweise maximal 100 cm. Davon fallen rund zwei Drittel auf den Schwanz, so dass die Kopf-Rumpf-Länge eines ausgewachsenen Männchens 30 cm nicht übersteigt. Männchen sind deutlich bulliger gebaut als Weibchen, und ein ausgewachsenes "Prachtmännchen" kann 600 g wiegen, während die Weibchen es auf höchstens die Hälfte bringen. Jungtiere messen beim Schlupf etwa 14-16 cm. Sie können bereits nach einem halben Jahr 35-40 cm messen und nach einem Jahr mit 60 cm fast die Länge ihrer Eltern erreichen - Mit zunehmendem Alter werden die Agamen - vor allem die Männchen, immer massiger, wohingegen der Größenzuwachs kaum mehr auffällt.

Wasseragamen sind in der Natur nicht besonders wählerische Räuber, die neben diversen Insekten, Krebstieren, Muscheln und Würmern auch Fische, kleine Echsen, Kleinsäuger und Vögel erbeuten. Im Terrarium nehmen sie auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten, doch besitzt jedes Tier seine eigene Vorzugsnahrung und frisst nicht alle der aufgezählten Futtersorten.

Familie: Agamen, Agamidae

Vorkommen: Südostasien

Größe: Bis 80 cm, selten größer

Pflege: Recht gut zu pflegende, nicht komplizierte Art, benötigt jedoch viel Platz und großen Wasseranteil

Futter: Verschiedene Wirbellose, kleine Wirbeltiere, auch Obst und Gemüse
http://wasseragamen.info/kb.php?a=120
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» Grüner Leguan - Iguana Iguana
http://wasseragamen.info/kb.php?a=121
Trotz seiner Größe von bis zu 1,80m ist der Grüne Leguan einer der beliebtesten Leguanarten geworden. Es mag daran liegen das der Grüne Leguan inzwischen in großen Mengen nachgezogen und fast ständig in den Tierhandlungen als Jungtier angeboten wird. So lassen sich viele Menschen dazu hinreißen diese süße kleine Echse zu kaufen, ohne daran zu denken wie groß Iguana Iguana in nur wenigen Jahren werden kann.

Es gibt zu diesem Thema inzwischen sehr gute Literatur wie z.B. „Der Grüne Leguan „ von Gunther Köhler, einem anerkannten Fachmann auf diesem Gebiet. Jedem Leguanpfleger kann nur geraten werden der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde beizutreten (DGHT) sowie der Arbeitsgemeinschaft für Leguane „IGUANA“ in der DGHT beizutreten, einer Arbeitsgemeinschaft, die eine interne Informationsschrift („IGUANA Rundschreiben“) mit Berichten über Pflege, Zucht, Erkrankungen und vielem mehr herausgibt. Auch wird einmal jährlich eine Fachtagung der „IGUANA- Workshop“ mit Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen durchgeführt. Aufgrund seiner beträchtlichen Größe benötigt der Grüne Leguan ein sehr großes Terrarium.

Die Mindestgröße für ein adultes Pärchen Iguana Iguana beträgt 1,5x1,5x2,0 m, für eine Zuchtgruppe von einem Männchen und zwei Weibchen sollte das Terrarium mindestens 2,0x2,0x2,0m groß sein. Optimal wäre natürlich die Unterbringung in einem Zimmerterrarium. Wer die Möglichkeit hat im Garten eine Freilandvoliere oder ein Gewächshaus aufzustellen, bei dem das Dach zum Teil mit Draht bespannt ist um den Tieren ein Sonnenbad zu ermöglichen sollte dies unbedingt tun. Die Einrichtung des Terrariums sollte aus starken, dicken Kletterästen bestehen, die das komplette Terrarium ausfüllen. Man kann sich einen solchen Kletterbaum auch selbst bauen, dies ist gar nicht so schwer und kann von einem einigermaßen begabten Heimwerker leicht bewerkstelligt werden. Mit einer Verkleidung aus Korkrinde lassen sich auch die Seitenwände sowie die Rückwand als Klettermöglichkeit mit einbeziehen.

Grüne Leguane lieben es von einem erhöhten Liegeplatz aus ihre Umgebung zu beobachten, diesem Umstand sollte bei der Gestaltung des Terrariums Rechnung getragen werden.

Ein Wasserbehälter von ausreichender Größe in dem das Wasser täglich gewechselt wird, vervollständigt die Einrichtung. Die Lufttemperatur sollte zwischen 25° und 32°C betragen. Das schaffen von „Wärme-Inseln“ mit lokalen Temperaturen von ca. 40°C ist vorteilhaft. So haben die Tiere die Möglichkeit sich die für sie angenehme Temperatur selbst zu bestimmen.

Die Beleuchtung kann aus einer Kombination von Neonröhren und Reflektorstrahlern bestehen. HQI Strahler haben sich als Beleuchtung sehr bewährt, da sie eine hohe Lichtausbeute bei verhältnismäßig niedrigem Stromverbrauch haben. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte nach Köhler tagsüber 50 bis 80% betragen und nachts auf 80 bis 100% ansteigen. Besonders wichtig ist eine regelmäßige UV Bestrahlung. Als sehr geeignet hat sich die Osram- Ultravitalux – Leuchte erwiesen. Adulte Tiere müssen 2- bis 3 mal wöchentlich aus einem Meter Abstand für ca. 20 Minuten bestrahlt werden, bei Jungtieren ist es ratsam die Tiere täglich für ca. 20 Minuten zu bestrahlen.

Mehrmals täglich sollte gesprüht werden, wobei sich enthärtetes Wasser zur Vermeidung von Wasserflecken auf den Scheiben als vorteilhaft erwiesen hat.

Grüne Leguane sind potentielle Allesfresser, jedoch sollte die Ernährung fast ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung bestehen. Die Fütterung muss täglich erfolgen.

Grüne Leguane können ein beträchtliches Alter erreichen. Der älteste in Gefangenschaft gehaltene Leguan erreichte ein Alter von 21 Jahren, wobei hier mit Sicherheit noch nicht die Grenze erreicht ist.

Die Fortpflanzungszeit ist abhängig von bestimmten Faktoren wie der Simulation verschiedener Jahreszeiten. das verabreichen von tierischer Nahrung wie z.B. jungen Mäusen gedeckt werden muss. Auch ist in dieser Zeit ein erhöhter Nahrungs- und Flüssigkeitsbedarf vorhanden.

Die Trächtigkeitsdauer beträgt zwischen 55 und 70 Tagen. ´( Köhler 1988a)

Von Karlheinz Schumann - webmaster@reptilnet.de

Literaturnachweis: Köhler 1993 Der Grüne Leguan Freilandbeobachtungen, Pflege Zucht und Erkrankungen

Verlag Gunther Köhler
http://wasseragamen.info/kb.php?a=121
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» Heimchen
Das Heimchen (Acheta domesticus) ist eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Echten Grillen (Gryllidae).
Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimetern, der Legebohrer (Ovipositor) der Weibchen misst zusätzlich 11 bis 15 Millimeter. Sie sind etwas kleiner und schlanker als die Feldgrille (Gryllus campestris). Der Körper hat eine strohgelbe oder gelbbraune Grundfarbe. Das Halsschild und auch der Kopf besitzen eine schwarze Zeichnung. Die leicht verhärteten Vorderflügel werden in Ruhestellung waagerecht übereinander gelegt und bedecken nicht den hinteren Teil des Hinterleibs. Die Hinterflügel sind voll ausgebildet und werden in Ruhestellung zusammengerollt. Ihre Spitzen reichen über das Hinterleibsende hinaus.
Die männlichen Heimchen zirpen ab der Dämmerung bis tief in die Nacht hinein. Der Gesang ist kräftig und monoton, jedoch im Vergleich zum ähnlich klingenden Gesang der Feldgrille unregelmäßiger in der Länge der Silben und der Pausen dazwischen. Der Werbegesang des paarungsbereiten Männchens unterscheidet sich vom normalen Zirpen. Heimchen sind flugfähig, sie tun dies allerdings nur selten und bei hohen Temperaturen.
Quelle:http://de.wikipedia.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Heimchen
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» Jemenchamäleon Chamaeleo calyptratus
http://wasseragamen.info/kb.php?a=122
Allgemeines:
Ch. calyptratus wird ca. 45 – 55 cm groß – Weibchen bleiben kleiner. Die Tiere werden je nach Fütterung mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif. Die Weibchen legen ca. 30 – 40 Tage nach der Paarung 30 – 50 Eier. Bei einer Zeitigungstemperatur von 27-28 Grad schlüpfen die Jungtiere nach 5-6 Monaten. Die Geschlechter erkennt man bei Adulten an der Größe und dem großen Helm des Männchens. Bereits bei Jungtieren sind die Männchen an kleinen Fersenspornen an den Hinterbeinen zu erkennen.

Terrarium:
Aufgrund der Größe sollten die Terrarien nicht zu klein gewählt werden. Bewährt haben sich für Männchen Terrarien mit den Maßen 60*60*90 cm und für Weibchen 50*60*90 dm oder jeweils etwas breiter. Der Behälter muss nicht allseits mit Gaze bespannt sein. Wichtig ist jedoch ein genügend großer Lüftungsschlitz vorne unten und hinten oben.

Das Terrarium sollte täglich 1-2 mal kräftig übersprüht werden. Die Temperatur liegt bei 27 – 30 Grad mit mehreren Grad Nachtabsenkung.

Nahrung:
Ch. calyptratus frisst Insekten wie z.B. Heimchen, Grillen, Schaben, Heuschrecken, Fliegen u.a. Nach anderweitiger Mitteilung wird auch pflanzliche Kost wie Salat, Bananen etc. verzehrt. Dieses Verhalten konnte bei meinen Tieren nicht beobachtet werden.

Futtertiere sind täglich in größeren Mengen und am besten mehrmals zu geben. Sämtliche Futtertiere sind immer mit einem Kalkpräparat einzupudern (Vitakalk, Korvimin ZVT etc.).

Wasser ist mind. Jeden 2. Tag in Form einer Tropfentränke od. Pipette zu verabreichen. Es wird auch Sprühwasser aufgenommen, jedoch verdunstet dies im Terrarium meist sehr schnell.

Jungtiere:
Frischgeschlüpfte und kleinste Jungtiere sind unbedingt täglich mit großen Mengen an Drosophila und kleinsten Grillen/Heimchen zu füttern. Die Tiere müssen auch täglich die Gelegenheit haben, Wasser aufzunehmen.

Je nach Wachstum fressen die Kleinen bereits nach 4-5 Wochen kleinere Grillen und Stubenfliegen. Letztere werden bis zu einer Größe von 20 – 25 cm sehr gerne angenommen. Später verliert sich das Interesse daran.

Die Temperatur darf bei Jungtieren bis zu einer Größe von etwa 25 cm nicht über 27 Grad liegen.

Spezielles/Problemhinweise:
Die Frischgeschlüpften und kleineren Chamäleons sind in nicht zu großen Behältern aufzuziehen, um eine regelmäßige Futteraufnahme zu gewährleisten. Anfangs sollten die Behälter ca. 15*15*20 cm groß sein und je nach Größe der Tiere langsam gesteigert werden.

Die Adulten sind ca. jeden 3. Tag zur Paarung zusammenzubringen. Zeigt das Weibchen ein abwehrendes Verhalten – fauchen u. evtl. ein Angriff auf das Männchen, sind die Tiere sofort wieder zu trennen. Sobald das Weibchen paarungsbereit ist, unterlässt es diese Attacken. Nach der Paarung ist das Weibchen wieder aus dem Behälter zu entfernen. Nun sind die Tiere so oft wie möglich zusammenzubringen um möglichst viele Paarungen zu ermöglichen. Relativ häufig kommt bei Weibchen eine Legenot vor. Die Ursachen sind vielfältig – unzusagender Ablageplatz, Störungen durch häufiges Umsetzen, Anblick eines Männchens etc. Deshalb wird den Weibchen spätestens 10 Tage nach Beginn der Grabungen ein Wehenmittel gespritzt. Bewährt haben sich je nach Größe der Tiere 0,03 – 0,05 ml Oxytocin (kleinere Mengen für Jungweibchen). Dies wird nach Desinfektion der Einspritzstelle an der Innenseite des Hinterbeines nach der Kloake gespritzt. Vorsicht – nicht zu tief einstechen, um Verletzungen zu vermeiden – nur unter die Haut.

Besonders häufig tritt dieses Problem laut anderweitiger Mitteilung bei Jungweibchen auf. Die Tiere deshalb nicht zu jung verpaaren lassen – mind. 7-8 Monate alt.

Verfasser/Copyright:

Erich Eck, Laaber – http://www.papageienweb.de

Bild oben: Erich Eck
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» Königspython Python regius
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Diese Riesenschlange ist vom Senegal in Westafrika über Zentralafrika bis in den Sudan verbreitet und lebt von der Savanne über offene Trockenwälder bis hin zu Flussgaleriewäldern meist in der Nähe von Wasser. Rekordexemplare sollen 1,8 m bis sogar 2,5 m gemessen haben, aber im allgemeinen erreichen sie in der Natur eine Länge von 1,2 m bis 1,5 m. Im Terrarium wird der Königspython durchschnittlich bis etwa 1,3 m lang und zählt damit zu den "handlichen" Riesenschlangen.

Bei der Ernährung des Königspython füttert man seiner Körpergröße entsprechende Kleinsäuger, z.B. Mäuse und Ratten. Wildfänge sind oft auf bestimmte Futtertiere, z.B. Wüstenrennmäuse, Hörnchen u.v.a.m., geprägt und verweigern manchmal monatelang die Nahrungsaufnahme bis der Hunger sie endlich zur Aufnahme von im Handel erhältlichen Kleinsäugern bewegt. Hier hilft nur Geduld und das Anbieten verschiedener Futtertiere. Solange die Schlange äußerlich einen guten Eindruck macht, das heißt, nicht beginnt einzufallen, und kräftig in ihren Bewegungen bleibt, besteht kein Grund zur Sorge, denn kräftige Tiere können problemlos lange Fastenperioden überdauern.

Nachzuchten nehmen normalerweise problemlos gleich kleine Mäuse. Nicht ungewöhnlich ist Nahrungsverweigerung im Winter/Frühjahr von Oktober bis Februar, wenn einige Tiere, entsprechend der Ruheperiode in ihren Habitaten, eine Fastenzeit einlegen.

Der Königspython besitzt meist ein sehr ruhiges Wesen und rollt sich eher zusammen als zuzubeißen, was ihm auch den Namen Ballschlange eintrug. Aufgrund seiner Friedfertigkeit und seines geringen Platzbedürfnisses zählt er inzwischen zu den am häufigsten im Terrarium gehaltenen "Würge"- oder Riesenschlangen. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Königspython beträgt über 20 Jahre. Als Rekord gelten 47 Jahre.

Familie: Boidae

Vorkommen: Westafrika durch Zentralafrika bis Sudan

Pflege: Gut haltbare, friedfertige Riesenschlange

Größe: bis 1,3 m, selten mehr

Temperatur: Luft im Sommer bis 30°C,
am lokalen Wärmeplatz bis 35°C,
im Winter bis Frühjahr etwa 8 Wochen bei 20 bis 22°C Ruhephase

Nahrung: Kleinsäuger, z.B. Mäuse und Ratten
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» Kornnatter Pantherophis guttatus
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Bis heute kennen wir von der Kornnatter drei Unterarten.
Die Nominatform, Elaphe guttata guttata. Aus dem Osten bis Südosten der USA, erreicht eine durchschnittliche Körperlänge von 0,8 - 1,2 Meter.
Das Verbreitungsgebiet von der Emory-Kornnatter, Elaphe guttata emory umfaßt die Staaten der zentralen USA einschließlich des angrenzenden Nordostens von Mexiko. Sie bleibt mit 0,6 - 1,0 Meter kleiner als die Nominatform und ist auch nicht so kräftig rötlich, sondern mehr graubräunlich gefärbt.
Nur den äußersten Süden Floridas und die Vorgelagerten Inseln besiedelt die Rote Kornnatter, Elaphe guttata rosacea. Sie wird etwa so groß wie die Nominatform; ihr fehlen die schwarzen Färbungsanteile, und ihr Bauch ist orangerot.

Auf Grund des großen Verbreitungsgebietes variieren auch die Lebensräume der ausgesprochen anpassungsfähigen Kornnatter stark. Die Nattern leben in Kiefern- und Eichenwäldern, offenen Prärien, aber auch als "Kulturfolger" in der Nähe von Menschen, z. B. in Gärten und Parks, auf Feldern, Weiden und Farmen, und zwar überall da, wo sich besonders viele Kleinsäuger einnisten. Die Kornnatter ist eine Kletternatter. Sie kann ausgezeichnet auf Bäume klettern, z.B. bei der Jagd auf Jungvögel. Dennoch hält sie sich überwiegend auf dem Boden auf und verbirgt sich als dämmerungs- und nachtaktives Tier tagsüber unter Rinde, großen Steinen, in Nagerbauten oder anderen Hohlräumen.

Kornnattern sind in der Regel sehr ruhige Schlangen, die sich schnell an den Menschen gewöhnen und dann kaum zubeißen. Fühlen sie sich belästigt und wollen gerade nicht gestört werden, stellen sie sich S-förmig gewunden dem Störenfried, wobei die Schwanzspitze als Zeichen ihrer Nervosität vibriert. Ignoriert der Pfleger diese Warnzeichen, beißen die Schlangen auch zu. Natürlich ist die Nervosität sehr unterschiedlich ausgeprägt, und nicht jede Schlange muß auch zahm werden. Alles in allem ist die anpassungsfähige Kornnatter ein sehr guter Terrarienpflegling, der auch Einsteigern empfohlen werden kann. Inzwischen sind etliche Farb- und Zeichnungsvarianten auf dem Markt, und es werden immer noch neue Formen herausgezüchtet

Familie: Colubridae, Nattern

Vorkommen: Von Florida über die mittleren USA bis Nordostmexiko

Größe: 80 bis 120 cm je nach Unterart, selten mehr

Pflege: Terrarien mit den Mindestmaßen 1,0x0,5x1,0 m, Kletterast, Bodengrund aus Kleintierstreu oder Rindenschnipseln, Unterschlupf aus Korkrinde, morgens etwas Sprühen um Luftfeuchtigkeit zu erhöhen

Futter: Vor allem Kleinsäuger, aber auch Jungvögel, z. B. Eintagsküken

Trinken: In Wasserschale immer anbieten
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» Kryptosporidienuntersuchung
Cryptosporidien sorgen für große Verluste bei Echsen- und Schlangenliebhabern.
Warum diese Seite?

Cryptosporidien sorgen für große Verluste bei Echsen- und Schlangenliebhabern. Gerade wegen der Problematik bei der Bekämpfung dieser Parasitose und der für manchen Züchter wirtschaftlichen Bedrohung kursieren viele Fehlinformationen hierüber. Mit dieser Seite möchte ich einige Fakten veröffentlichen, die die Unsicherheit beseitigen und insgesamt dazu beitragen sollen, der Erkrankung in Zukunft besser Herr werden zu können. Durch Aufklärung können der Umgang mit der Infektion, sowie seine Diagnostik verbessert werden, keineswegs soll dies jedoch eine Anleitung zur Diagnostik oder Therapie durch den Laien sein, daher werden zwar die zur Behandlung eingesetzten Medikamente vorgestellt, auf Dosierungsangaben wird aber bewußt verzichtet. Zur Diagnostik und Behandlung sollte im Interesse der Tiere in jedem Fall ein auf Reptilien spezialisierter Tierarzt hinzugezogen werden.
Was sind Cryptosporidien?

<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/cycle.jpg" onmouseover="this.T_left=true;return escape('Lebenszyklus der Cryptosporidien <img src=\'http://www.biron.de/Tierarzt/cry/crypto_lg.jpg\'>')" align="left" width="300">
<i>Cryptosporidien</i> sind einzellige Parasiten der Gattung Cryptosporidium (Protozoa : Apicomplexa : Conoidasida : Eucoccidiorida : Cryptosporidiidae). Anders als bei Coccidien sind keine Sporozysten, in denen sich die Sporozoiten normalerweise befinden, auffindbar. Tyzzer prägte 1910 (J Med Res 23: 487-509) den Namen <i>Cryptosporidium</i> (cryptein (gr.) = verbergen / sporos (gr.) = Streu, Samen).<br>


Es sind viele verschiedene Arten beschrieben, die viele Tierarten befallen können. Manche Arten scheinen recht wirtsspezifisch zu sein, befallen also nur einzelne Tierarten oder den Menschen, Eine Wirtsspezifität ist oft unklar. Die bekannteste Art ist <i>Cryptosporidium parvum</i>, neuerdings unterteilt in <i>C. parvum</i> und <i>C. hominis</i>.
Die Infektion findet meist über kontaminiertes Trinkwasser statt und kann bei immungeschwächten Menschen (z.B. AIDS-Patienten) eine Kryptosporidiose mit nicht zu stillenden und somit zum Tode führenden Durchfällen verursachen.
Bei gesunden Menschen ist die Erkrankungsgefahr gering, bzw. der Erreger kann nach kurzer Zeit ohne Behandlung eliminiert werden.<br>

Die beiden für Reptilien relevantesten Arten sind <i>C. serpentis</i> und <i>C. saurophilum</i> (<i>C. varanii</i>). Nach derzeitigem Kenntnisstand sind sie für Menschen nicht pathogen (krankmachend). C. parvum oder C. muris, die auch oft im Kot von Reptilien gefunden werden, sind wiederum für diese nicht pathogen, sondern sind als Parasiten der Futtertiere Darmpassanten.<br>
Bereits 1925 wurden Kryptosporidien bei Reptilien beschreiben (Triffitt), es handelt sich also keineswegs um eine neue Erkrankung, die starke Verbreitung ist jedoch erst in den letzten Jahren auffällig geworden.<br>
Die Einzeller sind sowohl medikamentell als auch durch das Immunsystem nur schwer zu bekämpfen. Sie befinden sich innerhalb der Zellmembran, sind also weder extrazellulär, wie früher angenommen, noch wirklich intrazellulär. <br>
Die gebildeteten Oozysten (sozusagen die "Eier") sporulieren direkt und sind somit sofort infektiös. Zudem sind Kryptosporidien in der Lage, zwei unterschiedliche Typen von Oocysten zu bilden: dünnwandige, deren Sporozoiten direkt im Wirt weitere Zellen befallen können und dickwandige, die mit dem Kot ausgeschieden werden und so andere Wirte infizieren können.<br>

Während <i>C. saurophilum</i> bevorzugt Echsen befällt, werden bei Schlangen öfter Infektionen mit <i>C. serpentis</i> nachgewiesen. Doch können beide Erreger sowohl Echsen als auch Schlangen sowie Schildkröten befallen. In jüngerer Zeit wurden weitere, bisher nicht klassifizierte Cryptosporidienarten bei Reptilien entdeckt.
<br><br>Insbesondere unter Leopardgeckos und Kornnattern ist der Einzeller stark verbreitet. Hier fällt auf, daß meistens besondere Farbzuchten bzw. Bestände, in die solche Tiere eingebracht worden sind, betroffen sind. Der Schluß liegt nahe, daß die Hauptverbreitungsquelle kommerzielle Großzüchter sind, deren eventuell immunsupprimierte Zuchtformen mit dem Erreger infiziert sind und den Einzeller über die ganze Welt verbreiten. Stabilere Tiere scheiden die Einzeller aus, ohne zu erkranken, daher läßt sich der Infektionsweg schlecht nachvollziehen. Erst Streß (Transporte, Vergesellschaftung etc.) oder ein hoher
Infektionsdruck (viele Tiere, mangelnde Hygiene) können dann zu einer starken Erregervermehrung führen. <br><br>
<u>Keinesfalls ist es aber so, wie von manchen Züchtern gerne behauptet, daß alle Tiere Cryptosporidien hätten, aber nur manche daran erkranken.
Gesunde Tiere sind frei von Cryptosporidien.
Wie kommt mein Tier an Kryptosporidien?
Ein Tier infiziert sich durch die orale Aufnahme von Kryptosporidien durch das Belecken der Umgebung (Sand, Steine, Kot anderer Tiere) oder der Aufnahme von infiziertem Futter (bespielsweise Futtertiere, die an Kot von inizierten Tieren gefressen haben) oder Trinkwasser. Durch ihre geringe Größe wäre auch eine aerogene Übertragung der Oozysten, also dem Transport durch die Raumluft, denkbar. Die Übertragung vom Muttertier auf das Jungtier ist nicht möglich, jedoch wäre eine Übertragung von der bei der Eiablage infizierten Eischale auf den schlüpfenden Nachwuchs nicht unwahrscheinlich. In den meisten Fällen wird ein Bestand dadurch infiziert, daß ein neues Tier ohne vorherige ausreichende Quarantäne und Untersuchung hinzugesetzt wird. Auch die Urlaubsunterbringung in einem Zoofachgeschäft mit mangelhaftem Hygienemanagement kann zur Infektion führen. Die Ausbreitung im Bestand findet dann selbst bei guter Hygiene meist über den Pfleger und seine Instrumente statt, der genaue Übertragungsweg kann im Einzelfall kaum nachvollzogen werden.
Wie äußert sich das klinische Bild einer Kryptosporidiose bei Reptilien ?</b><br>
<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/cryptogeck.jpg" onmouseover="return escape('Leopardgeckos mit dem typischen Erscheinungsbild einer klinisch apparenten Kryptosporidiose. Man beachte die hervorstehende Wirbelsäule, Beckenknochen sowie den abgemagerten Schwanz.')" align="right" border="0" height="300">Kryptosporidien vermehren sich direkt unter der Oberfläche von Endothelzellen des Magen-Darm-Traktes, also der oberen Schleimhautschicht. Infektiöse Oozysten, die vier Sporozoiten enthalten, werden ausgeschieden und können vom gleichen Wirt oder einem anderen Tier aufgenommen werden. Auch besteht die Möglichkeit der endogenen Autoinfektion: anstatt ausgeschieden zu werden, infizieren die Sporozoiten den Wirt selbst.
Bei Echsen verursacht <i>C. saurophilum</i> die intestinale Form der Kryptosporidiose, also die Schädigung findet im Darm statt. Dort wird die Schleimhaut zerstört und es kommt neben Entzündungen und Flüssigkeitsverlust zu Verdauungsschwierigkeiten und Resorptionsstörungen. Selbst wenn die Tiere oft ihren Appetit behalten, magern sie trotz Nahrungsaufnahme ab, oft wird die Nahrung unverdaut ausgeschieden.
<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/crypttham.jpg" onmouseover="return escape('Strumpfbandnatter mit der typischen Umfangsvermehrung im Magenbereich bei einer stark ausgeprägten Cryptosporidiose')" align="left" border="0" height="150">
Schlangen, die mit <i>C. serpentis</i> infiziert sind, können an der gastrischen Form der Kryptosporidiose erkranken. Durch die Vermehrung der Protozoen in der Schleimhaut des Magens kommt es nach starker Entzündung zur Schwellung bis hin zur bindegewebigen Verhärtung. Der Magen verliert an Dehnbarkeit und die Nahrung wird wenige Tage nach der Aufnahme wieder ausgewürgt. Hier zeigt sich im weiteren Verlauf eine von außen sichtbare Erweiterung im Bereich des Magens. <br>
Die Infektion mit C. saurophilum führt auch bei Schlangen zu einer Dünndarmentzündung.
Die beschriebenen Symptome sind zwar typisch für eine Kryptosporidiose, andere mögliche Ursachen, wie Verstopfungen oder Infektionen mit anderen Parasiten (z.B. Flagellaten) oder Bakterien sollten in einer klinischen und koprologischen (Kot-) Untersuchung ausgeschlossen werden.
Wie kann eine Infektion beim Tier diagnostiziert werden?

Unter anderem wegen ihrer geringen Größe von nur 4-6 μm werden diese Einzeller bei einer einfachen Kotuntersuchung (nativ oder Flotationsverfahren) meist nicht entdeckt. Bei der gastrischen Form der Schlangen empfiehlt es sich zusätzlich zum Kot Material aus einer Magenspülprobe (am besten 1-3 Tage nach der Fütterung vom Tierarzt durchzuführen) zu verwenden. Für die Diagnostik bei Schildkröten und Echsen genügt meist die Untersuchung frischen Kotes.
Direkter Nachweis durch Färbungen

<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/fuchs1.jpg" onmouseover="this.T_left=true;return escape('In der Karbolfuchsinfärbung sind die Cryptosporidien als ungefärbte Objekte erkennbar <img src=\'http://www.biron.de/Tierarzt/cry/fuchs1.jpg\'>')" align="right" border="0" height="150"> <img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/gerigk.jpg" onmouseover="this.T_left=true;return escape('In dieser Spezialfärbung sind die 4 Sporozoiten in der Oozyste erkennbar <img src=\'http://www.biron.de/Tierarzt/cry/gerigk.jpg\'>')" align="right" border="0" height="150">
Das Untersuchungsmaterial (Kot, Magenspülprobenmaterial, Erbrochenes) kann nun nach eventueller Vorbereitung (Flotation zur Oozysten-Konzentration) angefärbt werden (z.B. Karbolfuchsin-Immersionsöl-Methode oder nach Ziehl-Neelsen), so daß eine Möglichkeit des direkten mikroskopischen Erregernachweises besteht. Diese Untersuchung ist zur sicheren Diagnostik unabdingbar und sollte stets mit einer indirekten Nachweismethode kombiniert werden.
Indirekter Nachweis durch immunologische Verfahren
Aufgrund der Vielzahl der durch Cryptosporidien präsentierten Oberflächenantigene bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, die sich in ihrer Zuverlässigkeit auch zwischen den verscheidenen Spezies unterscheiden. Immunchromatographische Schnelltests aus der Rindermedizin (<i>Crypto-Strip</i> ©) sind für Reptilien-Cryptosporidien nicht empfindlich (Biron 2007), sie können lediglich bei einem positiven Nachweis durch andere Verfahren Hinweise liefern, ob es sich um reptilienpathogene C. handelt oder nicht.
Daher muß auf aufwendigere und kostspieligere Verfahren zurückgegriffen werden.

<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/elisa.jpg" onmouseover="this.T_left=true;return escape('Eine Mikrotiterplatte für den Cryptosporidien Koproantigen ELISA')" align="right" border="0" height="150"><img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/iftupton.jpg" onmouseover="this.T_left=true;return escape('Die markierten Oozysten sind unter dem Fluoreszenzmikroskop zu sehen © Dr. Upton, Kansas State Univ.')" align="right" border="0" height="150">Die bevorzugte Methode ist der Koproantigen-ELISA (Enzyme-linked Immunosorbant Assay). Dieser weist ein cryptosporidiumspezifisches Antigen (CSA) nach, das bei der Vermehrung des Cryptosporidium-Organismus im Darmtrakt gebildet wird. Das Antigen ist spezifisch für Cryptosporidium, zeigt
keine Kreuzreaktivität mit anderen Darmparasiten und ist im Kot stabil, so daß der Test eine Cryptosporidieninfektion, auch unabhängig vom Vorhandensein von Oozysten, sicher nachweisen kann. Die Empfindlichkeit ist sehr hoch (20ng/ml CSA). Experimentell wurde auch ein Serologie-ELISA entwickelt (für die Untersuchung von Blutproben), der sich aber nicht als zuverlässiges und praktikables Diagnostikum bewiesen und somit nicht durchgesetzt hat.
<br>
Eine andere Methode ist der IFT (Immunfluoreszenztest). Dabei werden Oozysten mit Farbstoffen markiert. Der Vorteil ist, daß man diese unter dem Mikroskop, wie auch bei anderen Färbungen, sehen kann. Leider hat sich diese Nachweismethode als nicht sehr emfindlich gezeigt.<br>
Beide Nachweismethoden haben den Nachteil, daß sie auch auf nicht-Reptiliencryptosporidien reagieren, also beim Vorliegen einer Infektion der Futtertiere (z.B. Mäuse) ein falsch-positives Ergebnis liefern können. Hier sind mehrere Untersuchungen nach Futterwechsel (z.B. Küken) notwendig oder aber die Anwendung eines speziesdifferenzierenden Verfahrens (PCR).<br>
<br>
<u>Indirekter Nachweis durch PCR</u><br>
Durch die PCR (Polymerase Chain Reaction) kann eine DNA-Analyse durchgeführt werden. So lassen sich eindeutig Cryptosporidien nachweisen und sogar die genaue Spezies erkannt werden. Allerdings können diese Verfahren noch nicht als zuverlässiges diagnostisches Mittel eingestuft werden, da in der Diagnostik
eine hohe Wahrscheinlichkeit falsch-positiver oder falsch-negativer Ergebnisse besteht. In Deutschland wird sie daher zur Zeit nur zu Forschungszwecken eingesetzt.<br>
<br>
<u>Weitere direkte Nachweisverfahren</u><br>

<img src="http://www.biron.de/Tierarzt/cry/hetzelcrypt.jpg" onmouseover="return escape('Histologische Aufnahme (gefärbter Gewebeschnitt) oben und elektronenmikroskopische Aufnahme unten: die Cryptosporidien sind an der Schleimhautoberfläche zu erkennen © Dr. Udo Hetzel, Univ. of Liverpool')" align="right">Bleibt der Nachweis trotz starker Symptomatik aus, kann theoretisch, wie auch beim toten Tier, eine Organprobe entnommen werden, deren histologische Untersuchung dann Gewißheit schaffen kann. Aufgrund der Größe der Tiere und der Beschaffenheit der betreffenden Organe ist dies jedoch am lebenden Tier meist nicht praktikabel. <br>

Der direkte Nachweis mit dem Elektronenmikroskop kann wegen des hohen technischen und finanziellen Aufwandes meist nicht durchgeführt werden.<br>
<br>
<br>
Der Erfolg sämtlicher Nachweisverfahren ist natürlich abhängig von der Menge und Qualität des vorliegenden Probenmaterials sowie dessen Gehalt an Oozysten oder Antigen. Insbesondere bei subklinischen, also ohne offensichtliche Symptomatik einhergehenden Infektionen, sind mehrere Probenuntersuchungen zur sicheren Diagnosestellung notwendig.
<br><br><br>

<b>Wie ist mit infizierten Tieren zu verfahren und gibt es eine Therapie für infizierte oder erkrankte Tiere?</b><br>

Leider gibt es bis heute keine komplett zufriedenstellende Therapie der Kryptosporidiose. Die allerwichtigste Maßnahme ist die strikte räumliche Trennung der Tiere. Um den Keimdruck so niedrig wie möglich zu halten, sind die Tiere einzeln zu quarantänisieren. Sie sind in einem täglich zu reinigendem Terrarium unterzubringen. Als Bodengrund sollten täglich zu wechselnde Zeitung oder Zellstofftücher dienen. Wasserschalen und Einrichtung (Papphäuschen) sind täglich auszutauschen. Dabei ist zu beachten, daß sich Streß negativ auf das Immunsystem auswirkt, welcher wiederum die Erregervermehrung begünstigt. Medikamentell empfiehlt sich die Gabe von Immunmodulatoren (Zylexis ®) und bei geschwächten Tieren Proteinlösungen (Bioserin ®) sowie Infusionen (z.B. Amynin ©).<br>
Eventuell mit der Infektion einhergehende bakterielle oder parasitäre Sekundärinfektionen sollten (nur nach entsprechender positiver Diagnose!) spezifisch behandelt werden. <br>
Die Bekämpfung der Erreger selbst zeigt bisher keine zufriedenstellende Ergebisse. Teilerfolge konnten bei der Behandlung der gastrischen Form zuerst mit hyperimmunem bovinem Kolostrum, also der <i>Biestmilch</i> infizierter Kühe, erzielt werden (Graczyk et. al. 2000). Diese ist jedoch nicht auf dem Markt erhältlich. Neuere Präparate, die Cryptosporidienantikörper enthalten, wurden bislang erfolglos getestet (Biron 2007), ebenso wie Thymol- und Kreosothaltige Mittel. Andere antiprotozoäre Medikamente wie Metronidazol (und andere Nitroimidazole), Makrolid-Antibiotika wie Azithromycin, Aminoglykosidantibiotika wie Spiramycin, Sulfonamide oder das gegen viele <i>Coccidien</i> wirksame Toltrazuril zeigen keine ausreichende Wirkung. Das für Rinder zugelassene Halofuginon (Halocur ®) führt bei Reptilien zu starken organischen Schäden, so daß es nicht eingesetzt werden kann. Zur Zeit laufen Versuche mit dem humanmedizinsichen Nitazoxanid (Alinia ®), von dem man sich gute Ergebnisse verspricht, sowie mit Rifamixin, das in der Humanmedizin Wirkung zeigt.<br> <br>

Diese Medikamente werden derzeit getestet, deren Wirkung nach Publizierung auch an dieser Stelle veröffentlicht werden wird.<br>
<br>


Wirkliche Erfolge konnten jedoch bisher lediglich mit dem zur Behandlung von Leishmaniose beim Menschen eingesetzte Aminoglykosid-Antibiotikum Paromomycin (Humatin ®) erzielt werden. Es kann bei Reptilien zu einer Verminderung der Erregerausscheidung führen, ohne dem Patienten zu schaden, da es nicht resorbiert wird. Tatsächlich führt die Behandlung in vielen Fällen zu negativen Untersuchungsergebnissen und die Symptome können oft sogar vollständig behoben werden, jedoch kommt es nach einiger Zeit wieder zur Ausscheidung von Oozysten und einem Wiederaufflammen der Symptomatik. Die Tiere werden also nicht wirklich Kryptosporidienfrei, sondern müssen langfristig in Behandlung bleiben und als Infektionsgefahr angesehen werden.<br> <br>

Nur wenn keine Möglichkeit besteht, die infizierten Tiere ohne Infektionsgefahr für andere Tiere unterzubringen, oder zeigen die Tiere bereits klinische Symptome, die sich durch die Behandlung nicht verdrängen lassen, ist die Euthanasie leider die Therapie der Wahl, denn die Erkrankung geht mit einem starken Verlust der Lebensqualität der Tiere einher.<br>
Sollten die Tiere symptomfrei sein, ist ein Therapieversuch unter Vermeidung jeglicher Gefahr der Erregerausbreitung anzustreben. <br>
Unter keinen Umständen dürfen (potentiell) infizierte Tiere auf Börsen oder in den Handel kommen oder sonstwie veräußert werden!<br>

<br><u>An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, daß Therapieversuche oder Euthanasien auf keinen Fall ohne tierärztliche Aufsicht durchgeführt werden sollten und andernfalls einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und das Arzneimittelgesetz darstellen!</u><br> <br>

<br>


<b>Welche Desinfektionsmittel eignen sich?</b><br>

Kryptosporidien zeichnen sich leider durch eine extrem hohe Tenazität, also einer Widerstandsfähigkeit gegenüber äußerlichen Einflüssen, aus. Sie sind resistent gegen Frost bis -20°C oder Temperaturen bis 65°C. Bei 15-20°C und ausreichender Feuchtigkeit bleiben sie drei Monate infektiös, bei 5°C sogar ein Jahr. Übliche Desinfektionsmittel können die Oozystenhülle nicht schädigen. Daher ist auf spezielle Desinfektionsmittel (wie Ammoniak oder p-Chlor-m-Kresol (z.B. parafectans ® oder Neopredisan ®) zurückzugreifen, die jedoch gesundheitsschädlich sind und nur nach Anweisung (Tierarzt) angewandt werden sollten. Zwar ist eine Desinfektion durch Hitze (z.B. das Terrarium in eine Sauna stellen) möglich, sicherer ist es jedoch Einrichtungsgegenstände komplett auszutauschen. Eine Erhitzung auf 100° C über 1 Stunde jedoch sorgt für eine sichere Unschädlichmachung der Cryptosporidien.<br>
Weitere Informationen finden Sie auf <a href="http://www.reptilienlabor.de" target="_blank">www.reptilienlabor.de</a>.
<br><br>
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<b>Wie kann die Ausbreitung der Seuche gestoppt werden?</b><br>
Die Einhaltung von Grundregeln (Quarantäne, regelmäßige Kotuntersuchungen einschließlich spezieller Untersuchungen auf Kryptosporidien, gute Hygiene) ist die Voraussetzung für eine Einschleppungsvermeidung. Auch wenn der Veräußerer von Tieren einen vertrauenswürdigen Eindruck macht, sollten neu erworbene Tiere stets untersucht werden. Der Großteil der infizierten Tiere stammt aus dem Tierhandel, weniger aus privater Zucht. Infizierte Tiere, oder welche, die Kontakt (auch indirekten) mit solchen hatten, sollten auf keinen Fall veräußert werden.<br>

<br>

<br>
<b>Wo können Proben entnommen und untersucht werden?</b><br>
Der auf Reptilien spezialisierte Tierarzt kann Kotproben und Magenspülproben gewinnen. Frischer Kot kann zur Untersuchung auch eingeschickt, besser direkt übergeben werden. Zur Konservierung ist auch die Verwendung entsprechender Medien (z.B. ParasiTrap ©) möglich. Sollten nicht alle Möglichkeiten der Untersuchung in der Praxis zu Verfügung stehen, können sie an ein spezielles veterinärmedizinisches Labor weitergeleitet werden (s.u.).<br>
Wenn Sie Kot einsenden, sollte es sich um eine ausreichende Menge handeln, möglichst frisch und gut verpackt sein (z.B. zugeklebte Filmdose in Polsterversandtasche), um die Untersuchungstauglichkeit zu erhalten und Unannehmlichkeiten für den Postboten oder Empfänger zu vermeiden. Vertrocknete Krümel von einem Stein abgekratzt oder etwas kotverfärbter Sand sind nicht für eine sichere Untersuchung geeignet. Dazu gehören Angaben zu klinischem Bild, Artbezeichnung des Patienten und Datum des Kotabsatzes und nicht zuletzt Ihr Name, Adresse und Telefonnummer, sonst können die Proben nicht bearbeitet werden.<br><br>
Leider ist die Verwendung von Sammelkotproben (mehrerer Tiere) nicht sinnvoll, da die Oozysten- und Antigenkonzentration so vermindert werden könnte, was zu falsch-negativen Ergebnissen führen kann. Auch ist die Menge Kot, die für die verschiedenen Nachweismethoden verwendet werden kann, begrenzt.<br> <br>


Verschiedene Institute bieten Untersuchungen für Tierärzte, nicht jedoch für Tierhalter an.
An folgende Adressen können sowohl Tierärzte als auch Tierhalter ihre Proben direkt für den ELISA und die Karbolfuchsinfärbung einsenden: <br>
<br>

<a href="http://www.reptilienlabor.de">www.reptilienlabor.de</a>.<br>
<br>


<b>Empfohlene Literatur für Tierärzte:</b><br>
<a href="http://snipurl.com/15tpb" target="_blank">Praktische Parasitologie bei Heimtieren, Beck &amp; Pantchev 2006</a><br>
<a href="http://snipurl.com/1w4fx" target="_blank">Parasitologie bei Schlangen, Echsen und Schildkröten, Schneller &amp; Pantchev 2007</a><br>

<a href="http://snipurl.com/1wq4g" target="_blank">Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin, Eckert, J, Friedhoff, K.T., Zahner, H. pp. 91-95.</a><br>
<a href="http://snipurl.com/1wq3t" target="_blank">Veterinärmedizinische Parasitologie, Rommel, Eckert, Kutzer, Boch, Supperer</a><br>
<a href="http://snipurl.com/16fuh" target="_blank">Reptile Medicine and Surgery, Mader 2005</a><br>
<a href="http://snipurl.com/1wqbk" target="_blank">A Veterinary Guide to the Parasites of Reptiles: Protozoa: 001, Barnard &amp; Upton 1994</a><br>
<br>
<b>Empfohlene Internetseiten für Tierärzte:</b><br>
<a href="http://www.fli.bund.de/276.html" target="_blank">Eine einfache Nachweismethode für Kryptosporidien im Kot. Zbl. Vet. Med.B 29, 324-327, Heine, J. 1982</a><br>
<a href="http://www.k-state.edu/parasitology/basicbio" target="_blank">Steve Upton (Kansas State Univ.): Basic Biology of Cryptosporidium </a>

<br>
<a href="http://www.dpd.cdc.gov/dpdx/HTML/Cryptosporidiosis.htm" target="_blank">Centers of Disease Control: Cryptosporidiosis</a><br>

<a href="http://www.anapsid.org/cryptosporidium.html" target="_blank">anapsid.org: Cryptosporidium - Health Threat to Humans and Reptiles</a><br>
<br>
<b>Auswahl einiger relevanter Veröffentlichungen (in Bearbeitung - Ergänzung und Sortiereung folgt):</b><br>
Pantchev, N., Rüschoff, B., Kramhuber-Pohl, A., Biron, K., 2008. Kryptosporidiose-Therapie bei Leopardgeckos (<i>Eublepharis macularius)</i> mit Azithromycin (Zithromax ®) und Paromomycinsulfat (Humatin ®) - Fallbeispiele und Literaturübersicht. Kleintierpraxis 53, 2 (2008), 95-104.<br>

Cranfield, M.R., Graczyk, T., Wright, K., Frye, F.L., Raphael, B., Garner, M., 1999. Cryptosporidiosis. Bulletin of the Association of Reptilian and Amphibian Veterinarians 9, 15-24. <br>

Xiao, L., Graczyk, T.K., Limor, J., Li, L., Kombert, M., Jung, E.R., Sulaiman, I.M., Zhou, L., Arrowood, M.J., Koudela, B., Modrý, D., Lal, A.A. (2004): Genetic diversity of Cryptosporidium spp. in captive Reptiles. Appl. Environ. Microbiol. 70:891-899 <br>
Cranfield, M.R., Graczyk, T.K. (1994): Experimental infection of elaphid snaked with <i>Cryptosporidium serpentis</i>. Copm. Parasitol.. 80:823-826.<br>
Graczyk, T.K., Cranfield, M.R., Hill, S.L. (1996): Therapeutic efficacy of halofuginone and spiramycin treatment against <i>Cryptosporidium serpentis</i> infctons in captive snakes. Parasitol. Res. 82:143-148.<br>


Pantchev, N. et.al. (2006): Kryptosporidiose bei Echsen. AG ARK Zusammenfassungen 26<br>
Biron, K. (2007): Cryptosporidiose bei Reptilien - Möglichkeiten der Diagnose und Therapie. AG ARK Zusammenfassungen 28<br>

Eckert, E. (2001): Studien zur Vitalitätsabschätzung von Cryptosporidium parvum.<br>


Heine, J. (1982): Eine einfache Nachweismethode für Kryptosporidien im Kot. Zbl. Vet. Med.B 29, pp. 324-327 <br>


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Hyperimmune bovine colostrum treatment of moribund Leopard geckos (Eublepharis macularius) infected with Cryptosporidium sp.,Vet Res. 1999 Jul-Aug;30(4):377-82 <br>


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Für tierärztliche oder herpetologische Veranstaltungen stehe ich Ihnen mit den Vorträgen "<b><i>Cryptosporidien</i> - die Leopardgeckoseuche</b>" und "<b><i>Cryptosporidien</i> - diagnostische und therapeutische Möglichkeiten</b>" gerne zur Verfügung.<br>




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Ich bedanke mich bei meinen Kollegen Dr. Udo Hetzel und Dr. Nikola Pantchev für regen Informationsaustausch.<br>
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Anmerkungen und Kommentare empfange ich gerne unter <script language="JavaScript">
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var name = "tierarzt";
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Stand: 26.03.2009
</font>
http://www.cryptosporidien.de/
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» Leopardgecko (Eublepharis macularius)
http://wasseragamen.info/kb.php?a=126
Der Leopardgecko ist ein liebenswerter, dankbarer Pflegling, der Terrarienanfängern empfohlen werden kann. Bei guter Pflege können diese Geckos über 20 Jahre alt werden und für reichlich Nachwuchs sorgen. Sie gehören inzwischen zu den Klassikern der Terraristik. Sie werden so zahlreich nachgezogen, dass nur noch wenige Wíldfänge zur Blutauffrischung der Zuchtstämme benötigt werden.

Der Leopardgecko ist über weite Teile Mittelasiens verbreitet vom Südosten Afghanistans über weite Teile Pakistans bis in den Nordwesten Indiens. Dort bewohnt er vorwiegend steppenartige Trockengebiete, schütter bewachsenes Grasland, aber auch felsige Regionen. Leopardgeckos entziehen sich der Tageshitze und der ausdörrenden Sonne, indem sie sich in leicht feuchte Verstecke, z.B. Felsspalten oder Leerstehende Kleinsäugerbauten, zurückziehen und erst in den kühleren Abend- und Nachtstunden auf Nahrungssuche gehen.

Gesunde Leopardgeckos sind keine wählerischen, jedoch gierigen Fresser, die in freier Natur auch kleine Echsen und Jungtiere von Kleinsäugern nicht verschmähen. Im Terrarium sollten jedoch hauptsächlich diverse, den Mäulern entsprechend mundgerechte Insekten, wie Heimchen, Grillen, Heuschrecken oder Käferlarven, gereicht werden. Gekaufte Futtertiere aus dem Zoofachhandel sollte man immer vorm Verfüttern mit einer Vitamin-Kalk-Mischung bestäuben. Vor allem Jungtiere und trächtige Weibchen haben einen erhöhten Mineralbedarf, deshalb sollte man auch einige Kalkbröckchen, z.B. Sepiaschalenbrösel oder Eierschalenbruch, anbieten.

Da Leopardgeckos in der freien Natur während der kühleren Jahreszeit eine mehrwöchige Winterruhe einhalten, fressen sie sich dafür Reserven an und neigen in Terrarien bei zu reichlicher Fütterung bald zum Verfetten. Bei guter Fütterung wachsen die Geckos sehr schnell. Leberverfettung kostet so manchem Terrarientier das Leben. Jungtiere setzen Futter in Wachstum um, deshalb sollte man einen Fastentag pro Woche einschieben. Ausgewachsene Exemplare nur zweimal wöchentlich.



Familie: Geckos, Gekkonidae

Vorkommen: Von Südost-Afghanistan bis Nordwestindien

Größe: um 20 cm

Temperatur: Tags 25-30oC, nachts 20oC, im Winter tags um 20oC,
nachts 10-15oC

Pflege: Bei artgerechter Pflege einfach

Futter: Kleinere Insekten und deren Larven. Zusätzlich Vitamin- und Kalkpräparate
http://wasseragamen.info/kb.php?a=126
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» Mehlwürmer
Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) ist ein Käfer aus der Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae). Seine Larven (Mehlwürmer) sind Vorratsschädlinge, werden aber auch als Futter für Terrarientiere gezüchtet.
Mehlwürmer werden als Futter für insektenfressende Vögel und als Köder für Angler gezüchtet. Auch pflegebedürftige Fledermäuse werden von Fledermausschützern mit Mehlwürmern aufgepäppelt. Weiterhin sind Mehlwürmer, ihre Puppen und auch die adulten Käfer eine gute Eiweißquelle für Nager wie Mäuse, Hamster, Lemminge usw. Sie werden von den Tieren lebend verspeist. Auch in der Terraristik werden Mehlwürmer häufig an Echsenarten oder Ameisen verfüttert, wobei es auf Grund des erhöhten Fett- und Eiweißgehaltes schnell zu einer Überfütterung kommen kann. Viele Terrarienbesitzer verwenden Mehlwürmer deshalb vor allem zum Aufpäppeln und Stärken ihrer Tiere.

Quelle: http://de.wikipedia.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Mehlwürmer
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» Mulm
Mulm (ndd. molm, „zerfallende Erde, Staub“; siehe Mull) ist ein Lockersediment aus organischem Material, zum größten Teil bestehend aus Bakterien, Mineralien, Pflanzenresten und Stoffwechselendprodukten.
Als Mulm oder Wulch wird auch die Vorstufe des Schlammes (Faulschlamm) verstanden, der z.B. den Boden des Aquariums oder Teile desselben bedeckt. Dieser Mulm besteht zu einem großen Teil aus Mikroorganismen (Einzellern), Bakterien und Spurenelementen. Er ist gröber strukturiert als Schlamm und kann auch abgestorbene Pflanzenteile (Detritus) enthalten. Die aus dem Durcharbeiten des Mulms entstehenden Nitrate und Gerbstoffe gelangen in den Filter und werden dort zu Filterschlamm. Ebenso wird das, was an Sinkstoffen in den Bodengrund eindringt, als Mulm bezeichnet.

Mulm hat verschiedene Einflüsse auf das Aquarium:

* Mulm bietet eine ideale Siedlungsfläche für Nitrobacter, die Schadstoffe abbauen
* Mulm stabilisiert das Aquarienklima bei günstigem Redoxwert.
* Im Mulm leben Kleinstlebewesen, die Fischen und Garnelen als Nahrung dienen
* Mulm kann faulen, wenn zu wenig Sauerstoff vorhanden ist (anaerob).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Mulm
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» Rotkehlanolis Anolis carolinensis
http://wasseragamen.info/kb.php?a=127
In der Natur bevorzugen Rotkehlanolis die unteren Bereiche von Sträuchern oder Baumstämmen und ernähren sich von allerlei Insekten, Spinnen und anderen Wirbellosen. Ausgewachsene Tiere fressen manchmal auch süße Früchte.

Prächtige Männchen können knapp 22 cm lang werden, Weibchen erreichen bis 17 cm. Männchen besitzen neben anderen Merkmalen einen größeren Kehllappen. Da sie sich in Minutenschnelle von Grün nach Braun umfärben können, nannte man sie früher auch "Amerikanische Chamäleons". Das Umfärben ist erregungsabhängig. Es ist normal, wenn Tiere im Terrarium bei Wohlbefinden tagsüber hellbraun gefärbt sind. Ist es ihnen zu kalt, werden sie dunkler, weil sich dunkle Flächen schneller erwärmen, doch nach dem Aufwärmen zeigen sie sich im kräftigen Grün oder in ihrer hellbraunen Tagesfärbung. Nachts sind sie meist grün gefärbt. Bei starker Erregung färben sich Männchen dunkelbraun, färben sich dann aber wieder um. Ständig dunkelbraun gefärbte Exemplare sind krank. Der Kehllappen der Männchen ist leuchtend Rot gefärbt sein.

Familie: Iguanidae, Leguane

Vorkommen: Südöstliche USA, verschleppt auf die Bahamas, nach Kuba und Mexiko

Pflege: Geräumiges Terrarium ab 50x40x60 cm
mit Klettermöglichkeiten

Größe: Männchen bis 22 cm; Weibchen bis 17 cm

Temperatur: Tagsüber bis 30°C,
an lokalem Wärmeplatz bis 35°C,
nachts auf Zimmertemperatur absinken lassen

Nahrung: Lebende Insekten
http://wasseragamen.info/kb.php?a=127
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» Stress
„Druck, Anspannung“
Stress hat eine evolutive Wirkung mit der Folge, dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden. Somit kann Stress durch Selektionsvorteile einzelner Individuen Adaptation und letztlich Artbildung bewirken. Durch genetische Fixierung von Merkmalen, welche Selektionsvorteile bewirken, können sich bestimmte erbliche Eigenschaften evolutiv durchsetzen. Beispiele solcher Eigenschaften sind Sukkulenz bei Pflanzen in Trockengebieten oder Sichelzellenanämie bei Menschen in Malariagebieten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stress
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» Supplementierung
Hinzugabe von zusätzlichen Nährstoffen, Vitaminen u. a.
Unter Supplementation oder Supplementierung (von lateinisch supplere: „ergänzen, ersetzen“) versteht man die gezielte und ergänzende Aufnahme einzelner Nährstoffe neben der gewöhnlichen Nahrung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Supplementation
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» VSG
Verbund-Sicherheitsglas (VSG)
Verbund-Sicherheitsglas (VSG)
verdankt seine Sicherheitseigenschaften einer reißfesten und zähelastischen Folie zwischen den Glasscheiben.
Dadurch bindet es im Falle eines Bruches Splitter und bewirkt damit eine erhebliche Reduzierung der Verletzungsgefahr. Außerdem erschwert die Folie das Durchdringen des Glases.

Verbundsicherheitsglas besteht aus mindestens zwei Einzelgläsern, die durch eine hoch reißfeste Polyvinylbutyralfolie (PVB) miteinander verbunden sind. Verbundsicherheitsglas bietet Schutz vor Einbruch, Durchwurf und Absturz.

Es gibt Folien verschiedener Dicke (u.a. 0,38 mm und 0,76 mm). Je dicker die Folie, desto stärker hemmt sie Würfe, Schüsse und Druckwellen.

Durch die hohe Reißfestigkeit der PVB-Folie und deren starke Haftung am Glas ist eine Verletzungsgefahr stark verringert.

Ein weiterer Vorteil von VSG gegenüber herkömmlichem Glas ist seine 'Resttragfähigkeit'. Auch nach Teilzerstörung hat das Glas noch eine gewisse Schutzwirkung. Es wird daher dann angewendet, wenn die Öffnung im Schadensfall verschlossen bleiben soll oder wenn etwa ein Herabfallen von Scherben vermieden werden muss.
http://www.myspiegel.de/klares-glas-pg-2074.html
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» Wachsmaden
Bei den Wachsmotten (Galleriinae) handelt es sich um eine Unterfamilie der Zünsler, die zu den Schmetterlingen gehören.
Wachsmaden (Wachsmottenlarven) sind beliebte Futtertiere (Futterinsekten) und wie die meisten Larvenarten sehr fetthaltig, was eine dauerhafte Fütterung mit Wachsmaden (Wachsmottenlarven) verbietet. Gerade für Reptilien und Amphibien scheint der Geschmack der Wachsmaden (Wachsmottenlarven) unwiderstehlich zu sein. Bedingt durch das Futter, das Wachsmaden (Wachsmottenlarven) zu sich nehmen, ist ihr Geschmack süßlich, was sie von anderen Larven unterscheidet und diese Futtertiere (Futterinsekten) zu einer kleinen Köstlichkeit für Insektenfresser macht. Die längere Fütterung mit Wachsmaden (Wachsmottenlarven) ist dann zu empfehlen, wenn Reptilien oder Amphibien über längere Zeit die Nahrungsaufnahme verweigert haben und dadurch untergewichtig wurden. Wachsmaden (Wachsmottenlarven) können auch nach der Trächtigkeit gefüttert werden, wenn Reptilien auf zusätzliche, energiereiche Nahrung stärker angewiesen sind. Als Dauerfutter und gerade für die beschleunigte Aufzucht von jungen Reptilien können Wachsmaden (Wachsmottenlarven) als Futtertiere (Futterinsekten) nicht empfohlen werden, da Reptilien grundsätzlich eine ausgewogene Ernährung benötigen, damit sie sich gesund entwickeln können.
http://www.futtertiere-futterinsekten.de/wachsmaden-wachsmottenlarven.html
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