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Meine neue Wasseragame frisst nicht! Was tun?

FAQ - Frequently Asked Questions

häufig gestellte Fragen

Beitragvon Cliff » Fr 14 Feb, 2014 18:12

Es kommt immer wieder vor, dass Fragen zur Vergesellschaftung und Problem mit der Futteraufnahme auftauchen.

Vorweg ein paar Informationen:

1. Vor einer Vergesellschaftung, bzw. generell bei neuen Tieren sollte eine Quarantäne durchgeführt werden. Die Länge der Quarantäne richtet sich unter anderem nach den Erstuntersuchungen vom Tierarzt, sowie den Ergebnissen aus einer Kotprobe, die Zunächst abgegeben und untersucht werden sollte. Ist diese unauffällig, ist die erste Hürde genommen. Allerdings würde ich mit der Vergesellschaftung warten, bis das Tier auch wieder futterfest ist. Im kleinen Quarantänebecken ist dies besser zu kontrollieren!

2. Vergesellschaftung: Ein neues Tier zu einem bereits im Terrarium vorhandenem Tier zu setzen ist immer schwierig. Das "alteingesessene" Tier hat sein Revier, seine Lieblingsplätze und kennt jeden Winkel des Terrariums. Das neue Tier hat somit direkt ungünstige Startbedingungen. Es bietet sich an, dass alte Tier ( oder die alten Tiere ) für zwei oder drei Tage zu evakuieren und dem neuen Tier somit die Chance zu geben, dass Terrarium zu erkunden. Oder man verändert die Inneneinrichtung, die Kletter- und Laufwege, Pflanzenanordnung und Sonnenplätze!

Nun zum Problem der Futterverweigerung:

Es kommt nicht selten vor, dass nach einem "Umzug" das Futter für einige Tage oder sogar Wochen verweigert wird. Je nachdem, welchem Stress das Tier ausgesetzt war und wie der Charakter der Agame ist. Einige Tiere sind empfindlicher als andere.

Ein paar Tips:

1. Verschiedenste Futtertiere anbieten und eine hohe Vielfalt! Es gibt Agamen, die sind sehr wählerisch und wurden vom Vorbesitzer nur einseitig ernährt. Langfristig sollten die Agamen so oder so einen bunten Speiseplan haben (siehe auch Ernährung in der FAQ)

2. Tier beobachten! Wie verhält sich das Tier? Ist es agil und bewegt sich viel oder versteckt es sich und ist schlapp? Letzteres ist ein ersten Zeichen, dass womöglich der Gang zum Tierarzt notwendig ist.

3. Aussehen! Wie ist die Farbe des Tiers? Ist es kräftig grün und eher hell oder dunkelgrün? Dunkle Farben sind nicht gut! Am Schwanzansatz haben Agamen meist ein Fettpolster (Männchen mehr als Weibchen). Wie sieht der Schwanzansatz aus? Ist er faltig, knochig und eingefallen deutet dies womöglich auf Unterernährung hin.

4. Ruhe! Jedes Tier braucht nach einem Umzug größtmögliche Ruhe. Evtl. sogar die Scheiben verhängen und nur die nötigsten Arbeiten verrichten. Herausnahme oder gar Freilauf sind hier Gift, wobei Freilauf eh (Entschuldigung) "schwachsinnig" ist!

Es gibt keine pauschele Faustregel, wie lange ein Wasseragame ohne Futter aushalten kann, denn es spielen viele Faktoren eine Rolle. War sie zuvor gut genährt oder gar zu dick? Gesunden Agamen, die gut im Futter sind, machen zwei bis drei Wochen ohne Futter nur selten etwas aus, was allerdings nicht heißen soll, dass dies auf die normale Haltung zutreffen sollte. Regelmäßige Futteraufnahme mit einem breiten Speiseplan ist Pflicht bei der Haltung von Reptilien!

Sobald zu große Zweifel aufkommen wäre der Gang zum Tierarzt die beste Lösung!
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