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Beitragvon ElJo » Mi 14 Mai, 2014 11:30

Hälst Du schon Reptilien, wenn ja welche!: 1.1 Physignathus Cocincinus

Guten Morgen zusammen, bin neu hier in diesem Forum.

Komme aus der Schweiz und halte seit 4 Monaten Wasseragamen. Weis gerade nicht wo ich anfangen soll.. Hatte seit langem einen Bezug zu Wasseragamen, unter anderem weil auch meine Tante Wasseragamen gehalten hat, und mich die Tiere faszinieren. Da ich aber weder der Hunde noch der Katzentyp bin treffen Reptilien meine Haltungsbereitschaft von Haustieren ziemlich gut.

Ich habe das Terrarium selbst gebaut, kam günstig an Material und Arbeitsgeräte da mein Vater eine eigene Schreinerei besitzt. Was nicht heisst, dass ich nicht gewillt war den erforderlichen Aufwand und die finanziellen Kosten in Kauf zu nehmen.

Habe mir das Buch von Heiko Werning besorgt und mich über die Haltungsbedingungen eingelesen. Doch dann kam der Fehler auf meiner Seite.. obwohl im Buch stand 2.00 x 1.00 x 2.00 wären optimal, steht dort auch wie er seine Tiere hält und was er als minimale Haltungsbedingungen angab. (hab die Zahlen gerade nicht im Kopf aber die sind deutlich drunter).

Durch Gespräche mit meiner Tante (die wie ich jetzt weis ihre Agamen wohl völlig falsch hielt) und mit Zoofachgeschäftberater (auch ein Fehler wie ich nun weis..) baute ich mir ein Terrarium mit den Massen LxBxH 160x80x160..

Bestehend aus OSB Platten, versiegelt mit flüssiger Teichfolie und den Boden mit normaler Teichfolie ausgelegt. Danach Styrporplatten, Rückwandgestaltung mit integrierten Pflanzentöpfen und Bauschaum/Silikon.

Danach Fliesenkleber und Epoxidharz/Sand darüber. Ebendfalls in die Rückwand integriert ein Wasserfall der aber über eine kleine Pumpe und ein Kunstahrzbecken läuft dass man herausnehmen kann. Als Wasserteil dient ein Aquarium dass über einen Aussenfilter im Unterschrank läuft. Darin leben Panzerwelse und rote Neons.

Ebenfalls in Betrieb ist eine Regenanlage (Exo Terra Monsoon RS 400, die mich aber schwer enttäuscht und daher nur selten in Betrieb ist, spritze lieber selber von Hand.) und einen Nebelgenerator von Lucky Reptile. (Ebenfalls eher selten in Betrieb)

Beleuchtung:
- 1x Solar Raptor 70w Flood
- 2x Leuchtstoffleiste 18W
- 2x Spotstrahler 40w für Sonnenplätze

Temperatur: 26° - 32°, lokal bis zu 40° unter den Spots.
Luftfeuchte: 50%, gegen den Abend und über die Nacht an die 90 - 95%

Pflanzen sind nur echte darin (Ficus Benjamini, Efeutute, Philodendron und Bromelien (leben leider nicht mehr^^)).

Bilder vom Terrarium kann ich noch liefern, wenn gefragt auch übern den Bau.

Nach einer Einlaufzeit von 2 Monaten suchte ich dann noch geeignetem Besatz für das Terrarium. Nach langem suchen fand ich ein junges Pärchen das gesund war und bei mir einzog.

Alles lief eigentlich gut, beide haben gefressen. ca. 1 Monat lang und dann kam ein erstes Problem. Das Weibchen ass nichts mehr und sass oft mit geschlossenen Augen da. Ohne zu zögern fuhr ich zu einem lokalen Tierarzt -> Diagnose: Sie hatte ein Stück Bodensubstrat (so Rinde mit Fasern aus dem Zoohandel, laut Arzt total ungeeignet :cry: ) verschluckt. Der Tierarzt versuchte ihr mit einem Öl noch zu helfen aber konnte mir nichts versprechen. 2 Tage später verstarb die kleine Agame aufgrund innerer Verletzungen.. :( Das Substrat wurde umgehend ausgewechselt und entfernt + die Zoohandlung erhielt einen ziemlich schroff geschrieben Brief.

Hatte danach ein sehr schlechtes Gewissen und fühlte mich den Reptilien irgendwie nicht mehr gewachsen und ein Weibchen zu finden erwies sich onehin als sehr schwer, einzeln halten wollte ich meinen Bock eigentlich nicht. (er isst übrigens kerngesund, schöne Farbe, frisst viel und tollt herum :loveit:)

per Zufall stiess ich dann auf ein Weibchen, dass ca. 1,5 jährig war und einen neuen Besitzer suchte. Einziges Manko: ziemlich verschalgene Schnauze vom Scheibenspringen, anscheinend.

Ich entschied mich aber sie bei mir aufzunehmen und es zu versuchen. Mit meinem Bock gab es von Anfang an keine Probleme, bis heute nicht. Allerdings hatte ich einen anstrengenden Kampf mit dem Scheibenspringen. Trotz Scheiben abkleben, installieren eines Vorhangs und dichter Bepflanzung liess sie sich nicht daran hindern immer wieder gegen die Scheibe zu donnern. Die Verletzung wurde zwar nicht schlimmer, aber sie tat mir so Leid. Weiterer Besuch beim Tierarzt, der mi bestätigte dass keine Nekrose vorhanden war und die Schnauze am abheilen war.

Dann lustigerweise von dem Tag an war fertig mit dem Scheibenspringen. :up:

Nun leben beide friedlich zusammen, essen beide, sehen gesund aus und sie hat letzte Woche das erste Mal Eier gelegt. Ich entschied mich aber die Eier nicht anzufassen und sie nicht auszubrüten. Die liegen jetzt noch vergraben im Substrat.

So das war meine Geschichte, tut mir Leid geriet sie so lang^^ Vielleicht habt ihr aber diverse Anmerkungen was nicht stimmen könnte, Fragen oder Dinge, die ich falsch mache.

Mein grösstes Problem ist die Terrariengrösse. Habe lieder im Moment nicht die finanziellen Mittel mir ein grösseres Terrarium zu bauen ( Kosten für das jetzige ca. 1500 Euro) .

Daher weis ich nicht ob es fair ist die Tiere trotzdem zu behalten oder nicht?

Mit freundlichen Grüssen ElJo
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Beitragvon Cliff » Mi 14 Mai, 2014 12:50

Hallo ElJo,

zunähst einmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Zu deinem Schilderungen kann ich nur sagen, dass ich mich in Vielem wiederfinde und jeder so seine Fehler macht ;-)

Bezüglich der Terrariengröße wäre ein größeres Terrarium sicherlich von Vorteil und auch langfristig notwendig, aber für eine gewisse Zeit ist eine Haltung in dem Terrarium durchaus möglich! Wenn dann in ein bis zwei Jahren neu gebaut wird, könnte ich (persönlich) da mit leben :D

Auf jeden Fall solltest du den vorhandenen Raum optimal nutzen - Oft sehe ich zwar große Terrarien, aber dann lediglich zwei oder drei Äste :( Da bringen die Maße dann reichlich wenig. Von daher ruhig viele Äste und gute Strukturen!

Fotos wären super und eine Baudoku wird hier immer gerne gesehen!!!

Sonnige Grüße
Cliff

P.S. Gibt es in der Schweiz nicht auch Mindestmaße zur Haltung? Nicht, dass es hier noch ein Problem geben würde ;-)
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Beitragvon ElJo » Mi 14 Mai, 2014 13:30

Hey Cliff, danke für die schnelle Antwort, ging ja flott :wink:

Ein grösseres wird sicher das Ziel sein, sobald genug Geld da ist, das ist keine Frage.

Hoffe nur sie entwickeln sich in dieser Zeit auch in meinem Terrarium ''normal''..

Eine Frage zu den Eiern: Was amche ich nun mit denen? rausnehmen und in den Müll, oder einfach im Terrarium lassen? :?


Gut werde dann heute oder morgen abend einmal meine Fotos durchforsten um zu sehen was noch alles da ist^^

Freundliche Grüsse
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Beitragvon Cliff » Mi 14 Mai, 2014 13:43

Hey Ho...

also ich würde die Eier "entsorgen" ;-)
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Beitragvon ElJo » Do 15 Mai, 2014 04:51

Morgen, so habe dann mal 3 Bilder kurz rausgesucht, für mehr war leider keine Zeit. :D

Die ersten 2 vom Bau, und dann noch das Terrarium einen Monat bevor die Agamen einzogen. Äste fehlen auf dem Foto noch, sind aber selbstverständlich drin :wink:

Mittlerweile sind die Pflanzen viiel grösser, vor allem der Ficus Benjamini gefällt mir sehr! Leider überlebten auch viele Pflanzen die Agamenwelle nicht :lol:

z.B. Schwertfarn, Bromelien, Philodendron..

Und das schön eingerichtete Aquarium ist leider nicht mehr so schön.. Die haben sich ihre eigene Einrichtung erstellt und jegliche Deko wird sowieso noch einem Tag rumgewühlt. ^^

Grüsse
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Beitragvon s_roesle » Do 15 Mai, 2014 07:07

Moin Moin,

auch ich (persönlich) könnte mit dem Terrarium-maß eine Zeit lang leben, wenn die Tiere nicht deutliche Anzeichen geben, dass ihnen das nicht "passt".

Die Bepflanzung finde ich gut.
Aber ein Bild mit Ästen .. also eins, vom jetzigen Zustand, wäre besser ;-)

Schön dass du dich doch dazu entschieden hast ein neues Weibchen aufzunehmen und das Hobby nicht gleich aufgegeben hast, bei so einem doofem Rückschlag.

P.s. Es ist nicht schlimm Fehler zu machen, so lange man zu ihnen steht und gewillt ist, aus ihnen zu lernen! ;-)

Lg, Heidi
Bier hinterlässt keine Rotweinflecken ;-)
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Beitragvon Cliff » Do 15 Mai, 2014 09:35

Moin Moin ...

Das sieht doch in der Tat richtig gut aus, aber ein Foto mit Ästen wäre natürlich auch gut!

Auffordernde Grüße
Cliff
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