Temperatur - mittig bei 28° - 30°C
Luftfeuchtigkeit - am Tage bei 70-80% / nachts bei 85-95%
Bauweise
Das empfehlenswerte ist aus Holz, (Holzplatten, MDF, Siebdruck, OSb, Kunststoffbeschichtete Spanplatten Dekore nach Wahl, Sperrholz ab 15mm, Tischlerplatten)[/i] welches versiegelt werden sollte (Epoxid- Harz, Flüssige Folie, kein Acryllack), da Glasterrarien in dieser Größe unbezahlbar sind und eher viele Nachteile mit sich bringt. Das Terrarium sollte eine Dämmung bekommen, die mindestens aus 30er Styroporplatten besteht. Diese kann man nach belieben Strukturieren und sollten danach mindestens 3-mal Mit Flex- Fliesenkleber behandelt werden, danach gibt es mehrere Möglichkeiten die Rückwand zu gestalten [i](Hypertufa, E-Harz mit Quarzsand, Abtönfarben, Xaxim, diverse Torfe mit Latex gemischt, ...)
Bei Glasterrarien sollte die Mindestdicke 6mm liegen und idealerweise aus Verbundglas (VSG) sein, VSG ist ein Sicherheitsglas.
Lüftungsschlitze
Sie sollten immer gegenüberliegend sein, sprich in der Front unter den Scheiben und im oberen Bereich der Rückwand oder eben im Deckel. Eine andere Möglichkeit wären die Seitenwände zu nutzen, dann aber auch im hinteren - oberen Bereich!
Es sollte aber immer in der Front unter den Scheiben eine Belüftung verbaut werden, so kann man ein beschlagen der Terrarienscheiben verhindern. Die Lüftungsschlitze sollten zwar knapp bemessen aber trotzdem ausreichend dimensioniert sein da sonstige Wärme sowie die Luftfeuchte verloren geht bzw. nicht gehalten werden kann, wenn man doch Probleme mit der Temperatur oder Luftfeuchte bekommen sollte, kann man die Belüftungsflächen immer noch verkleinern, was aber einer sorgfältig nach anderen Fehlerquellen prüfen geschehen kann.
Drainage
Eine Drainage ist sehr zu empfehlen, die Drainage besteht meist aus Kies (16-22mm), Blähton hingegen ist leichter und gerade bei großen Terrarien mit einer Gesamtfläche größer als 2m² vorteilhafter. Die Drainage- Schicht sollte mindestens 3cm betragen, aber auch nicht mehr als 6cm. Seramis ist auf Grund der Wasserspeicherung und geringen Körnung nicht geeignet!
Substrat
Sollte ein Gemisch aus ungedüngter Blumenerde (z.B. Teicherde/Torf/Walderde) und Spielsand (abgepackt im Baumarkt) bestehen, dass ganze sollte 20Teile Erde und 10Teile Spielsand enthalten. Zusätzlich ist es zu empfehlen das Substrat mit Pinienrinde(15-22mm) abzudecken, so wird zusätzlich die Feuchtigkeit im Substrat besser gehalten.
Wasserbecken
Das Wasserbecken kann rund die Hälfte der Grundfläche einnehmen und sollte mindestens 20-30cm Wassertiefe aufweisen. Das Wasser muss mit einem Filter (Aquarienaußenfilter 500l/h) gereinigt werden. Beheizt muss das Wasser nicht, die Wassertemperatur sollte im schnitt 2°C niedriger liegen als die umgebungstemperatur, aber auch nicht unter 22°C !
Wasserfall
Ein Wasserfall ist keine Bedingung, nur sehr vorteilhaft, da durch ihn nochmals die Luftfeuchte angehoben wird und somit auch stabieler gehalten werden kann, außerdem lieben Wasseragamen diesen zum relaxen und Waschen.
Dekoration
Hier muss man Größen angepasste und fest angebrachte Kletteräste verbauen, als minimum für den erforderlichen Durchmesser der Äste kann man folgende Faustregel hernehmen: nicht dünner als der Umfang eines menschlichen Handgelenkes
Pflanzen
Echte Pflanzen sind sehr gut für die Luftfeuchte (Luftfeuchte), allerdings halten sich bei dem Klima nicht allzu viele Arten, viele kombinieren auch echte mit künstlichen Pflanzen. Schaut mal in den Wasseragamen-FAQ unter Pflanzen im Terrarium, hier gibt es noch einige Tipps.
Zur Beleuchtung im Wasseragamen- Terrarium
Grundbeleuchtung
Die Grundbeleuchtung sollte 12h am Tag brennen und aus Leuchtstoffröhren (Leuchtstoffröhre) bestehen, um so den oberen Bereich im Terrarium gut ausleuchten zu können.
Auf die Terrarien- Länge von 200 (2m) bekommt man ohne Probleme eine Lichtleiste von 1500mm hin, hier sollten drei Lichtleisten verbaut werden. Bei den kleineren Leuchtsstoffröhren (1200mm) müssen es schon 4 sein.
T5- Leuchtstoffröhren sind hier nicht empfehlenswert (noch nicht), T5- Röhren sind in einer Länge über einem Meter nicht wirklich heller als T8- Röhren die ebenfalls an einem EVG (Elektronischenvorschaltgerät) betrieben werden!
T8 Röhren (1500mm Länge)
- Philips Master TL-D 58W/965 90 De Luxe G13 Eine Preisgünstige T8 Röhre mit sehr guten Eigenschaften (6500kelvin und 4550lm)
- Philips MASTER TL-D Eco 51W/865 G13 Daylight Eine Eco Röhre, minimal dunkler als die De Luxe, aber eben auch 8W weniger Leistungsaufnahme (6500kelvin und 4345lm)
- Philips Master TL-D 58W/880 Activiva Natural G13 Die Luxus Variante, mit 8000kelvin und 5000lm.
Hier trotz allem will ich hier mal noch die T5- Röhren auflisten, auch um sie mal mit den T8- Röhren zu vergleichen.
Vergleichbare T5 Röhren (1500mm Länge)
- Philips Master TL5 54W/965 90 De Luxe G5 Eine Preisgünstige T5 Röhre mit guten Eigenschaften (6500kelvin und 3450lm)
- Philips Master TL5 54W Activiva Natural G5 Die Luxus Variante, mit 8000kelvin und 4250lm.
Das waren jetzt mal die Röhren, die sehr zu empfehlen sind, da sie mindestens eine Lichtfarbe von 6500k (Kelvin) haben. Auch ist es sehr empfehlenswert die Leuchtstoffröhren an einem EVG (Elektronischenvorschaltgerät) zu betreiben, die Lebensdauer der Röhren erhöht sich um einiges mehr. (Bei T5 sogar ein muss!)
Vorschaltgeräte (Beispiele) für die T8- 58W Leuchtstoffröhren
- Philips Vorschaltgerät HF-P 158 TL-D EII EVG
- Osram Vorschaltgerät QTIS e 1x58/220-240
- Osram Vorschaltgerät QTIS e 2x58/220-240
Vorschaltgeräte (Beispiele) für die T5- 54W Leuchtstoffröhren
- Osram Vorschaltgerät QTP5 1x54 Quicktronic Professional (Früher QT-FQ; für T5 HO Röhren)
- Osram Vorschaltgerät QTP5 2x54 Quicktronic Professional (Früher QT-FQ; für T5 HO Röhren)
Wir beschreiben bewusst nur die 58W Varianten, da die 36W zwar auch geeignet währen, aber um einiges dunkler sind. Es wurde schon oft über das Thema Beleuchtung heiß Diskutiert, aber in der Natur sind Wasseragamen bis zu 90.000LUX -120.000LUX ausgesetzt, das würde man im Terrarium nie erreichen! Also kann es einer Wasseragamen nie zu hell werden! Um aber genügend Licht für das Pflanzenwachstum und eben ein so Natürliches Klima wie Möglich zu schaffen, sind die 58W Variationen an Röhren sehr zu empfehlen.
Sollte für 12 h am Tag brennen, mittig am Terrarium- Deckel 2-mal 70 Watt Bright Sun Jungle Flood oder Bright sun Jungle, die Flood- Variante hat einen größeren Abstrahlwinkel und leuchtet zudem das Terarrium wesentlich besser aus.
Nun braucht eine Wasseragamen auch eine gewisse UV- Strahlung, in den Tropen ist diese wesentlich geringer als in Wüstenregionen. Beispiel, in der Wüste hat man teilweise bis zu 460µm/cm² UVB, in den Tropen hingegen sind es um die 280 - 330µm/cm² UVB. Der Hersteller Lucky Reptile hat hierfür eine Perfekte Metalldampflampe auf den Markt gebracht, die Bright Sun UV (kurz Bright sun), nun hat der Hersteller diese Lampen speziell an die Bedürfnisse verschiedenster Arten angepasst, so gibt es für unsere Wasseragamen eine Bright Sun Jungel in 4 Versionen.
- Bright Sun Jungel 50W (die kleinste, optimal für Wasseragamen Aufzucht Terrarien)
- Bright Sun Jungel 70W (gute tiefen Ausleuchtung dan 30° Abstrahlwinkel und man kann Sonnenplätze unter ihr einrichten Mindestabstand zum Tier: 30cm)
- Bright Sun Jungel Flood 70W (optimale Ausleuchtung durch einen höheren Abstrahlwinkel 70°)
- Bright Sun Jungel Flood 150W (optimale Ausleuchtung, gerade bei hohen und großen Terrarien)
Die Bright Sun Jungel Metalldampflampe ist eine sehr zu empfehlende Kompaktlampe, sie trägt sehr gut bei die Temperatur im Terrarium zuhalten (26-30°C) und zum anderen gibt sie sehr gutes helles Licht ab, Messungen von Michael Jetter "DGHT" haben ergeben das sie so gar heller sind als ein OSRAM Powerball HCI 70W/942 NDL (Stableuchtmittel, RX7s Fassung).
Die Lucky Reptil Bright Sun muss an einem EVG (Elektronischenvorschaltgerät) Betrieben werden.
Beispiele für ein passendes EVG
- PHILIPS HID-PV
- OSRAM PTI
Eine Bright Sun mit 50W braucht auch ein 50W EVG (kann aber auch an einem 70W betrieben werden) und die Bright Sun 70W ein 70W EVG. Auch sind immer Hochspannungskabel (Silikon- Kabel) vom EVG zur Bright Sun auf maximal 3m begrenzt, aber es empfiehlt sich die Kabel so kurz wie möglich zuhalten!
Sonnenspots
Die Sonnenplätze sollten so ausgerichtet sein, das sie Lokal eine Temperatur von 35°C aufweisen, sie sollten für 8- 10h am Tag (10-18 Uhr, 11-19 Uhr, individuell) zugeschaltet werden und aus 2 - 4 Spotlampen wie die GU10-Halogenspotlampen oder einem PAR-Strahler wie die PHILIPS CDM-R 35W (EVG erfoderlich) bestehen.
Für jedes Tier sollte ein Spot - in unterschiedlichen Ebenen installiert werden, sprich auf Äste oder Platos ausrichten, dass Lokal eine Temperatur von 35°C erreicht wird.
Nachtlicht
Eine Nachtbeleuchtung ist kein muss, nur ein schöner Show Effekt, welchen man durch Kaltlichtkathoden oder LED-Strahler bewerkstelligen kann.
Erklärung
HQI-TS (TS steht für doppelt gesockeltes Leuchtmittel hier Brenner genannt) in der Ausführung 70 - 150Watt, entsprechende Brenner zum HQI mit der jeweiligen Lichtfarbe in der Ausführung "NDL" für Neutralweiss mit 4200k oder aber "D" für Tageslicht mit 5400k.
Richtwerte der Grundbeleuchtung, Einschaltdauer sowie ca. Verbrauch in KW pro Monat
- Leuchtstoffröhre T5 bei 2 x 54Watt = 108Watt x 12 Std =1,3kw x 30Tage = 39kw pro Monat
Leuchtstoffröhre T8 bei 3 x 58Watt = 174Watt x 12 Std =2,1kw x 30Tage = 63kw pro Monat
HQI TS bei 2 x 70Watt = 140Watt x 12 Std = 1,7kw x 30Tage = 51kw pro Monat
UVB-Bestrahlung
günstig für den Stoffwechsel D3 Synthese (Einlagerung in die Knochensubstanz), hierfür wird die Osram Vitalux 300 W empfohlen, pro Woche 3 x 30-60 min. Bestrahlung der Tiere, Mindestabstand von 50cm sollte gegeben sein ferner darf das Strahlungsfeld der Vitalux kein Glas kreuzen denn Glas absorbiert die UV/B Strahlung läßt diese nicht hindurch.




