Wasseragamen - Forum   Futter von A-Z 

Wieviel füttern?

Hier kannst Du alle Fragen rund ums Futter der Wasseragamen stellen - von Assel bis Zophobas und von Anschaffung bis Zucht.

Beitragvon koyote » Fr 23 Jul, 2010 15:19

Ich füttere meine Wasseragame täglich...sie ist jetzt ca. ein 8 Monate alt...ist das zu viel? --eine Heuschrecke,2 Heimchen , 2 Grillen,2 Wachsmaden--und sie hat noch immer nicht genug! Obst will Sie überhaupt nicht...ist das zu viel? :(
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Beitragvon Tom » Sa 24 Jul, 2010 10:37

Hallo Koyote,

ich sag immer.. versetzt euch in die Lage der Tiere in der Freien Natur.

Ich glaube kaum, dass in der Natur jeden Tag eine Heuschrecke, 2 Heimchen, 2 Grillen und 2 Wachsmaden an der Wasseragame vorbei kriechen und darauf warten, verspeist zu werden. Laut Beobachtungen von Wasseragamen in der freien Wildnis, wurde davon berichtet, dass die Tiere oft bis zu 2 Monaten nichts zu fressen finden. Man sollte die Wasseragamen keinesfalls jeden Tag füttern, da dies sehr schnell in Fettleibigkeit endet. Wasseragamen können eigentlich immer Fressen, dass liegt wohl, in deren Natur.

Jungtiere mit einem Alter von 8 Monaten bekommen von mir abwechslungsreiches Futter (Obst wird eher selten angenommen). Ich füttere alle 2 - 4 Tage und dort gibt es dann so an die 3-5 Grillen und 2-3 Heuschrecken oder Schaben. Würmer eher selten, da sie sehr Fettreich sind. Natürlich kommt es auch ganz auf den Ernährungsstand des Tieres an, wenn es sehr aus gehungert ist, muss man natürlich die erste Zeit etwas mehr und öfters füttern. Aber eine richtige Tabelle gibt es dafür nicht. Du musst dein Tier kennenlernen, dann kann man schon recht gut abschätzen ob es genug bekommt oder nicht. Ausserdem fällt bei mir auch ab und zu einmal ein Futtertier zwischen der geplanten Fütterungszeit ins Terra. Dann wird gejagt und der, der es am schnellsten bekommt, freut sich

Zum Schluss muss ich noch sagen, dass Wasseragamen im Terrarium fast nie zu wenig Futter bekommen, da ihnen einfach die Bewegung so wie in der freien Wildnis fehlt und die Menschen immer Angst haben zu wenig zu füttern.
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Beitragvon Eugen » Mo 25 Okt, 2010 01:41

hey tom ich hätte mal eine frage .ist das richtig das ich die Sepiaschale (Pulver)so verabreiche in dem ich die Insekten besteure oder brauch ich das Pulver kaum zu verwenden ?
ich mein die anderen Vitamine kriegen die beiden ja regelmäßig.

und noch was ,was ist die richtige Dosierung von Calcium und Vitamine?
nicht das ich zu viel gebe.
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Beitragvon Tom » Mo 25 Okt, 2010 09:15

Hi Eugen !

Geriebene Sepiaschale sollte immer in einem Behälter im Terrarium angeboten werden. Die Tiere holen sich bei Bedarf die Menge die sie brauchen. Insekten damit bestäuben brauchst du nicht. Die Wasseragamen futtern das aus dem Behälter raus. Mineralstoffpräperate gibt es viele, ich verwende nur Nekton MSA und das schon seit Jahren erfolgreich. Ich weiß nicht welches Präparat du deinen Tieren gibst, daher kann ich keine genaue Auskunft geben, wie viel richtig für deren Wohl ist. Ich bestäube die Futtertiere bei jeder Fütterung. Ab und zu lass ich es einmal aus. Zu viel kann man so nicht verabreichen, da meine Wasseragamen nicht täglich sondern nur alle paar Tage was zu fressen und damit das Pulver bekommen.
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Beitragvon Eugen » Di 26 Okt, 2010 02:36

Hi Tom, danke für die Infos, ich benutze Reptivite und ReptiCalcium. Meine Wasseragamen sind ca. 6 Monate alt, ich füttere sie fast täglich ab und zu lasse ich mal einen Tag aus. Ist das richtig so? Nämlich ich habe gehört, dass man junge Wasseragame öfter füttern sollte. Ich tue bei jeder 2. Fütterung die Insekten damit bestäuben und verfüttern.

Hab da noch eine Frage, passt halt nicht zum Thema. Ich habe eine AloeVera Pflanze im Terrarium, habe gehört sie wirkt anti bakteriell sprich tötet Keime und Bakterien in der Umgebung ab. Sollte also für die Hygiene gut sein. Bin mir aber nicht sicher ob es für die Wasseragame gut ist, ich meine für Menschen ist es ja auch nicht giftig, ist ja eine medizinische Pflanze. Des mit Keime abtöten habe ich nur gehört, weiß auch nicht genau ob es stimmt. Kannst du mir da weiterhelfen? Danke schon mal im Voraus
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Beitragvon Tom » Di 26 Okt, 2010 06:42

Guten Morgen ! Ich denke, dass zur Zeit die Fütterung bei dir ok sein müsste. Ich würde nur eventuell das Mineralstoffpräparat wechseln auf Nekton MSA und das ReptiCalcium weglassen. Anstatt dem ReptiCalcium würd ich nur geriebene Sepiaschale im Terrarium anbieten. Betreffend der Aloe Vera Pflanze im Terrarium kann ich dir leider nicht wirklich weiterhelfen. Schädlich sollte sie wohl nicht sein, aber Keimtötend glaub ich nicht wirklich, da es nix bringt und die Wasseragamen ja fast ausschließlich ins Wasser koten. Die meisten Keime befinden sich dann im Wasser und nicht an Land. Wenn die Pflanze den Wasseragamen nicht schadet, kannst sie ja einmal drinnen lassen und beobachten. Jedoch bin ich mir nicht sicher, was passiert, wenn eine Wasseragame die Pflanze abknabbert.

Gib mir bei Gelegenheit einmal Bescheid, wie du dich entschieden hast und welche Auswirkungen es auf das Wohl der Wasseragamen hat.
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Beitragvon Eugen » Di 26 Okt, 2010 10:05

guten morgen warum sollte ich das Vitamin wechseln was den Calcium betrifft ,
man hat mir mal erzählt das nicht genügend Calcium in dem anderen Vitamin--Döschen ist deshalb habe ich das Calcium geholt .
ich hatte schon damals ein Wasseragamen den ich wegen einem Umzug hergegeben hab .und bei im haben sich die krallen komplett abgenutzt also dachte ich er hat ein Calcium Mangel .das Pulver was du eventuell hast gibt es überall zu kaufen oder auf einer bestimmten Seite ?
gut das es Leute gibt die sich auskennen auf die Zoo Händler ist kein verlass die wollen nur Geld und haben meist so der so keine Ahnung .mir hat mal ein Händler gesagt das Wasseragamen erst in 4 Jahren Geschlechtsreif werden kompletter Schwachsinn .

echt gute Seite hier :) danke
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Beitragvon Tom » Di 26 Okt, 2010 17:14

Hi !

Freut mich, dass dir meine Homepage gefällt

Ich kann dir nur nochmal sagen, dass ich die besten Erfahrungen mit Nekton MSA und geriebener Sepiaschale gemacht habe. Bekommen tust du es eigentlich in jedem gut sortierten Terrariumladen. Die Kalziumdosierung ist im Nekton schon recht hoch und sollte eigentlich Mangelerscheinungen vermeiden. Zur Sicherheit sollte man eben Sepiaschale anbieten, dann sollte das so passen.

Ja, ich weiß manche Zoo Händler haben wirklich keine Ahnung. Ist leider so und wird auch immer so sein.

Schönen Abend.
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Beitragvon Eugen » Di 26 Okt, 2010 21:54

danke tom für die guten Infos .
denn wünsche ich dir auch
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Beitragvon Oli » Fr 25 Nov, 2011 20:18

Hallo,
ich persönlich füttere alle 2 Tage Obst, Grillen, Heimchen und eine Maus im Monat.

Gruß,
oli :D
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OLI
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Beitragvon Eunectes » Sa 26 Nov, 2011 12:22

Hallo zusammen,
Tom hat geschrieben:Ich glaube kaum, dass in der Natur jeden Tag eine Heuschrecke, 2 Heimchen, 2 Grillen und 2 Wachsmaden an der Wasseragame vorbei kriechen und darauf warten, verspeist zu werden.

Diesen oder ähnliche Sätze liest man immer wieder, doch wer von uns kann wirklich wissen, wie es "in der Natur" abläuft? Ich glaube ganz im Gegenteil kaum, dass es in einem Biotop wie Wasseragamen es bewohnen - ganzjährig warm und feucht - besonders schwierig ist genügend Insekten und sonstige Kleintiere zu finden.
Der wichtige Unterschied zur Terrarienhaltung ist natürlich, dass die Tiere etwas für ihre Nahrung tun müssen und nicht jeder Fangversuch von Erfolg gekrönt ist.

Für mich heißt das bei der Haltung im Terrarium: Nicht zu regelmäßig füttern und lieber öfter in kleinen Mengen mit möglichst vielen verschiedenen Futtertieren in unterschiedlichsten Größen. Zudem versuchen, die Tiere auch jagen zu lassen und nicht ständig alles von der Pinzette zu geben. Natürlich mit Futtertieren wie Schaben oder Heimchen schwer umsetzbar, Heuschrecken eignen sich dafür aber perfekt.
Und wie schon erwähnt, das Futtertierspektrum möglichst weit halten. Es müssen nicht immer nur die käuflichen Standard-Insekten sein, auch über diverse Würmer, im Sommer Wiesenplankton (auf unbelastete Wiesen achten!), Fische (Guppy, Platy, Molly usw., Goldfische, Stinte, die eine oder andere vermehrungsfreudige Barschart usw.), Garnelen, Krabben, Krebse, Springer- und Babymäuse, Babyratten, Wüstenrennmäuse usw. freut sich eine Wasseragame ;)

Gruß Stefan
Der Mensch kann wohl tun was er will. Doch er kann nicht wollen was er will.
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Beitragvon Tom » So 27 Nov, 2011 13:56

Eunectes hat geschrieben:Diesen oder ähnliche Sätze liest man immer wieder, doch wer von uns kann wirklich wissen, wie es "in der Natur" abläuft? Ich glaube ganz im Gegenteil kaum, dass es in einem Biotop wie Wasseragamen es bewohnen - ganzjährig warm und feucht - besonders schwierig ist genügend Insekten und sonstige Kleintiere zu finden.


Hallo Stefan !

Meine Aussage beruht auf reine Beobachtungen. Auch in solchen Biotopen gibt es ab und an Futterengpässe und nicht wie man vermutet ist immer eine in Hülle und Fülle zur verfügung stehende Futtermenge vorhanden. Oft reichen wenige Temperaturunterschiede und viele der Futtertierarten haben Probleme zu schlüpfen oder sich fortzupflanzen. Ein guter Freund von mir hat damals den Versuch gewagt und ein paar Heuschrecken gefangen, eine davon dann an einem weniger dicht beflanzten Teil des Regenwaldes, wo sie einige Wasseragamen beobachten konnten, geworfen und beobachtet was passiert. Es hat nicht lange gedauert, bis sich 5 Wasseragamen gleichzeitig auf das eine Futtertier gestürzt haben. Wieso diese Handlung, wenn die Tiere doch genügend Futter zur Verfügung haben sollten ?? Diese Beobachtungen
konnte er in seinem 2 jährigen Aufenthalt in Thailand mehrmals beobachten.

Nichts desto trotz ist es wie du schon beschrieben hast sehr wichtig, abwechslungsreich zu füttern, damit sich unsere Agamen wohl fühlen und gesund bleiben.
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