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von terra » Di 09 Aug, 2011 17:59
sauromalix hat geschrieben:in vielen Thread´s steht, dass es sich bei unseren Wasseragamen um Regenwaldbewohner handelt. Nach gültiger Definition handelt es sich bei Regenwäldern um solche Gegenden mit einer Niederschlagsmenge von mehr als 2000 mm pro Jahr. Dies ist im Habitat der Wasseragamen nicht der Fall. Wir haben es hier mit "Waldbewohnern" zu tun! so long, Peter
Heiko Wening "Die grüne Wasseragame" Natur und Tier-Verlag hat geschrieben: Seite 12 "Verbeitung und Lebensraum" Die grüne Wasseragame ist ein Bewohner der monsumgeprägten südostastiatischen Regenwälder. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nord-Thailand im Süden und Myanmar im Westen über Kambodscha, Laos und Vietnamm bis zum Pazifik. Im Norden dringt die Art bis in die subtropischen Regenwälder Südchinas vor.
Heiko Werning "Wasseragamen" Heselhaus und Schmidtverlag hat geschrieben: Seite 12 "Biotop" Beide Wasseragamenarten sind in ähnlichen Biotopen anzutreffen. Sie leben in Regen- und Feuchtwäldern in unmittelbarer Nähe zu Gewässern
Was soll ich nun für richtig halten !! fragliche Grüße Jörg
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von Cliff » Di 09 Aug, 2011 18:25
Hallo allerseits, also ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass die bisherige Literatur nicht großen Bockmist geschrieben hat und bleibe bei der Herkunft: Regenwald, bzw. Feuchtwälder (wie Werning schreibt). Nehmen wir mal die Klimawerte aus dem Saigon:  Dort liegen die Niederschlagswerte gerade mal um 15mm unter der Definition. Im Durschnitt liegen die Werte in Vietnam bei 1.500 bis 2.000mm pro Jahr. Im Mekong-Delta sogar bis zu 4.000mm Kambodscha (also etas nördlicher im Verbreitungsgebiet) hat durschnittlich im Tiefland zwischen 1.500 und 2.000 mm Niederschlagsmenge/ Jahr. In höheren Lagen sogar um das Doppelte ... Also Definition Regenwald nahezu erreicht, bzw. eigentlich schon erreicht, denn die Durchschnittswerte in den dortigen Regenwäldern liegen sicherlich über dem Durchschnitt! Rechnenden Gruß Cliff
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von sauromalix » Di 09 Aug, 2011 21:01
... joo Cliff, das Beispiel der Klimakarte von Saigon passt mir ganz gut ... Regenwälder zeichnen sich zum Beispiel dadurch aus, dass die Niederschläge relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt fallen und nicht wie im vorgestellten Saigoner Raum mit einer deutlich abgesetzten Trockenzeit von Dezember bis April ... will sagen, es kommt nicht nur auf die Jahresgesamtmenge an ... Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel diese Karte hier aus Tefe im brasilianischen Amazonasgebiet ... http://klimadiagramme.de/Samerika/Plots/tefe.gifso long, Peter (außerdem ist die Angabe der internationalen Datenmüllhalde Wikipedia ja hoffentlich nicht als ernstzunehmende Quelle gedacht gewesen ...)
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von Cliff » Di 09 Aug, 2011 21:07
Okay... mit der Trocken- und Regenzeit ist ein Argument - sofern es denn auch fachlich ein Indiz für Regenwald oder nicht ist. Nun muss ich doch glatt mal die ganzen Biobücher wieder rauskramen. Nicht um hier zu diskutieren, sondern aus reinem Wissenshunger Die Sache mit Wikipedia kann man so und so sehen. Ich glaube schon, dass die dort gesammelten Daten von so vielen "Klugscheißern" quergelesen werden (wenn sie nicht gerade Doktorarbeiten von Prominenten vergleichen), so daß ich doch von einer eher sicheren Quelle im Internet ausgehe... Bei privaten Internetseiten und weniger bekannten Portalen bin ich da auch eher skeptisch! So... dann man auf in die Schlacht mit der Literatur  Gruß Cliff
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von Cliff » Di 09 Aug, 2011 21:14
Sofort im ersten Buch "Länder und Klima - Asien/Australien" von Brockhaus fündig geworden, bzw. einen Ansatz zur weiteren illustren Diskusion gefunden: Beschreibung zu Thailand: Klima wir im Norden durch den Einfluss der Monsune bestimmt (trockener Nordost-Monsun von Dez. bis Febr. - regenbringender Südwest-Monsun von Mai bis Okt)., während im Süden ganzjährig Niederschläge fallen. Dem entsprechen in der Vegetation in den Gebirgen des Südens, Westens und Nordens tropische Regenwälder, in den Ebenen Naßreisbau.
Seite 44 Ich lese noch mal etwas weiter, scheint ein interessantes Buch zu sein  Lesende Grüße Cliff
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von Cliff » Di 09 Aug, 2011 21:19
hui ... über Vietnam steht auch was drin... Über 40% des Landes sind mit Wald bedeckt, nur 14% werden ackerbaulich genutzt. Bambusgehölze und Kokospalmen in den Niederungen, tropischer Regenwald in den Tälern und Mischwald in den Bergen bestimmen das Landschaftbild.
Seite 46 Das sind auch ca. fast 200 Seiten mit Klimadaten, aber damit beschäftige ich mich heute nicht mehr...
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von sauromalix » Di 09 Aug, 2011 22:07
Apropos Thailand, ein Durchklicken durch die Daten der Thailändischen Wetterstationen weist auch hier durchgehend eine trockene Periode von ca.Nov./Dez. bis ca. Apr./Mai aus ... wieder eher regenwalduntypisch ... Cliff hat geschrieben:Die Sache mit Wikipedia kann man so und so sehen. Ich glaube schon, dass die dort gesammelten Daten von so vielen "Klugscheißern" quergelesen werden ...
... eben, kann man so und so sehen, "Kluscheißer" ist schon ganz gut, von einem auch nur halbwegs wissenschaftlich fundiertem Lektorat kann man in jedem Fall nicht ausgehen, auch wenn einige Sachen bestimmt korrekt sind ist es eben nicht verlässlich erkennbar wo bzw. wo nicht ... es ist nur nicht mehr ganz so arg wie in den Anfängen dieses "Lexikons", wo jeder ungeprüft reinmalen konnte wonach ihm gerade so wahr. Und eben aufgrund dieser Unsicherheiten und schlechten Prüfbarkeit würde ich Wikipedia in keinem Fall als "sichere Quelle" ansehen ... oder sagen wir so: Ich zumindest würde nie auf die Idee kommen, Wikipedia als Beleg oder Quelle zu zitieren ...
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von terra » Di 09 Aug, 2011 22:10
Hallo Peter, leider hast Du nur auf Cliff seine Argumente geantwortet auf diese Feststellung: sauromalix hat geschrieben:Nach gültiger Definition handelt es sich bei Regenwäldern um solche Gegenden mit einer Niederschlagsmenge von mehr als 2000 mm pro Jahr.
nachdem Cliff argumentiert hat das fast 2000mm pro Jahr an Niederschlag fallen kam dann sauromalix hat geschrieben:... will sagen, es kommt nicht nur auf die Jahresgesamtmenge an ...
ja was ist denn nun eine gültige Definition - sind die mind. 2000mm pro Jahr nun gültig oder stimmt die erste von Dir angegebene Definition nun nicht mehr? Hat ein Herr Wernig in seinen Büchern unrecht und man sollte sie nicht mehr empfehlen?
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von Cliff » Di 09 Aug, 2011 22:40
Unabhängig von der Definition der Niederschlagsmenge und der entsprechenden Tabellen für die Länder taucht doch der Begriff Regenwald nun mal in der Beschreibung der Landschaft in den o. g. Ländern auf. Ergo gehe ich davon aus, dass diese genannten Regenwälder auch de facto in den Ländern existieren. Wo genau wird die Definition der Niederschlagsmenge und der gleichbleibenden Niederschlagsmenge aufs Jahr gesehen denn begründet? Ich habe eben mehrere Bücher über den Regenwald durchforstet und Deine Definition finde ich leider nicht... Für heute habe ich auch keine Lust mehr, aber morgen ist ein neuer Tag und da werde ich die entsprechenden Stellen zur Definition eines Regenwaldes mal heraus suchen. Ein interessanter Thread - endlich mal nicht nur Legenot, kleine Terrarien und all die anderen liebgewonnenen Themen... einfach mal ein frisches neues Thema... fein fein - freue mich auf weitere Beiträge  Gut Nacht Cliff
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von tinie » Di 09 Aug, 2011 23:53
Hallo ehrlich gesagt, habe ich kein Bock mehr auf solche Diskussionen. Klar sind die Physignathus cocincinus Waldbewohner, aber aus den Regenwaldgürtel. Da muss ich nicht Wikipedia nehmen, sondern die Fachliteratur von Heiko Werning beschreibt es nicht nur auf einer Seite, wenn es um Habitat und Klima geht. NImm einfach mal ein Fachbuch zur Hand, bevor du hier solche Erläuterungen machst. Warum gibst du einen das Gefühl hier nur immer Spitzen einzuwerfen, was unsere Kompetenz in Frage stellt. Nein, dazu habe ich und das Team kein Lust, was du sicher auch an den Antworten der User gemerkt hast....diese bleben nämlich aus. 
Lieben Gruss von tinie www.wasseragame.de
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von Cliff » Mi 10 Aug, 2011 18:47
Manthey und Schuster definieren als Lebensweise: "Die baumbewohnenden Agamen leben in Regen- und Feuchtwäldern in unmittelbarer Wassernähe"
Agamen von Ulrich Manthey und Norbert Schuster - Seite 92 - Terrarien Bibliothek Und in dem bereits genannten Buch "Länder und Klima - Asien/Australien" aus dem Brockhaus Verlag steht zu Kambodscha auf Seite 26 noch folgender Satz: Die Vegetation des Landes besteht aus Regenwald auf den Grenzgebirgen und lichtem Monsumwald im hügeliegen Randgebiet des zentralen Beckens.
In einem umfangreichem Bildband mit Text über die Regenwälder dieser Erde konnte ich auch nichts über die Definition hinsichtlicher der Menge an Niederschlag und der kontinuirlichen Niederschlagsmenge finden. Ich glaube diese beiden Kriterien greifen wohl doch nicht wirklich... Bisher ist mir auf jeden Fall kein Beweis für die Richtigkeit dieser beiden Kriterien über den Weg gelaufen, bzw. mir wurde hier auch keine fachliche Qeulle aufgezeigt... hmmm... aber ich bin ja ein gelehriges kleines Kerlchen und warte einfach ab! Bis dahin kommen meine Wasseragamen aus den Regen- und Feuchtwäldern Südostasiens... Verregneten Gruß Cliff
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von Eunectes » Mi 10 Aug, 2011 20:36
Hallo zusammen,
ich frage mich, warum bei einem solch interessanten und auch für unsere Haltung durchaus sehr nützlichen Thema in dieser Art und Weise über Unzulänglichkeiten diskutiert, nein, gestritten werden muss. Peter hat hier eine Aussage in den Raum gestellt, die es zu besprechen gilt. Alles andere interessiert keine Sau.
Um zum Thema zu kommen. Es ist in der Tat so, dass sich echte Regenwälder, seien sie nun tropisch oder gemäßigt, dadurch auszeichnen, dass sie ein dauerhaft feuchtes Klima aufweisen. Die von Cliff angeführte Grafik belegt nun aber deutlich, dass die Niederschlagsmengen im Verbreitungsgebiet der Wasseragamen im Jahresverlauf erheblich schwanken. Von 335mm im September bis hin zu lediglich 3mm im Februar. Das ist nicht nur wenig feucht, das ist furztrocken. Ergo nix mit Regenwald.
Der einfache Begriff "Waldbewohner" ist aber genauso nichtssagend wie wenn ich sagen würde "Wasseragamen leben irgendwo in Asien." WAS für ein Wald?
Ich möchte an dieser Stelle mal den Begriff Monsunwald in den Raum stellen...
Im Übrigen sollten sich alle Wasseragamenhalter mal die Klimadaten zur Brust nehmen. Ich versuchte bei meinen Wasseragamen immer eine Regen- und eine Trockenzeit zu simulieren und ich hatte insbesondere den Eindruck, dass sich die Fortpflanzungbereitschaft diesem Zyklus anpasste. Was natürlich gerade den Weibchen zugute kommt. Belegen kann ich das freilich nicht, falls das gleich wieder gefordert wird.
Gruß Stefan
Der Mensch kann wohl tun was er will. Doch er kann nicht wollen was er will. Schopenhauer
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