Wasseragamen - Forum   Allgemeine Fragen zur Wasseragamenhaltung 

"Urlaub für mein Kleinen"

Fragen zu Größe, Alter, Haltung und mehr könnt Ihr hier stellen.

Moderator: Team

Beitragvon sauromalix » Di 02 Aug, 2011 22:31

terra hat geschrieben:Hallo Peter,

Hallo Jörg,
jetzt fang bitte nicht wieder so an, denn ich habe diese Frage ernst gemeint und wollte wissen, wie diese „hochgradige Belastung“ begründet wird.
Einigen wird bekannt sein, dass ich schon etwas länger Reptilien, hauptsächlich Echsen, halte und auch mit UVB versorge.
Andererseits möchte ich vorausschicken, dass ich nach wie vor keine BrightSun benutze und auch nicht beabsichtige, dies in näherer Zukunft zu tun … worüber einige besonders Terrarien-Beleuchtungs-Händler denken mögen was sie wollen, das ist mir ziemlich egal. Vielleicht werde ich auch langsam alt … andererseits bin ich auch nicht der einzige, der vieles nach dem Motto „never change a running system“ macht, auch in der Terraristik (die Bezeichnung konservativer Spinner hab ich auch schon mal gehört …).
Meine Skepsis der Bright sun gegenüber begründet sich unter anderem folgendermaßen:
1. (und eher nebensächlich) Ich bin nicht bereit, so eine Menge Kohle für einen besseren Spotstrahler auszugeben … ab einer gewissen Anzahl Terrarien mit Tieren aus ariden Lebensräumen rechnet sich das nämlich schon.
2. bin ich grundsätzlich vorsichtig, wenn irgendwelche unbekannten und unerprobten Neuheiten mit exorbitantem Werbeaufwand hochgepusht werden, wie ja hier anfänglich unstrittig passiert ist.
3. Gibt es im Gegensatz zur Ultra-Vitalux nach wie vor keine Langzeiterfahrungswerte, höchstens vielleicht inzwischen mittelfristige …
4. Nach wie vor bestehen hier bei diesem Leuchtmittel die großen Schwankungen bezüglich der Stärke und Menge des abgegebenen UVB´s … und ein Händler, dem ich glauben würde, dass er alle Birnen fachmännisch durchgemessen hat, müsste erst geboren werden.
5. Ist mir noch der Hype um diese 100 bzw. 160 Watt Powersuns und baugleiche im Gedächtnis, die sich ja letztendlich auch als ziemlicher Mist und Energieverschwendung rausgestellt haben … wozu noch kam, dass die abgegebene Lichtmenge und –qualität im Verhältnis zum Preis und Energieaufwand eher ungünstig war.
Außerdem habe ich nie von dauerhafter Bestrahlung geredet. Und diese hochgradigen Schäden bei längerer Bestrahlung mit Ultra-Vitalux sind für mich nicht belegt, ja ich bin so giftig und tue diese zumindest teilweise auch als negatives Werbegelaber zugunsten der Bright sun ab, mit der nun mal viel mehr Kohle zu machen ist.
Der Vergleich mit dem Menschen ist hier mehr als hinkend, da die Zusammensetzung der „echsischen“ Hautschichten und ihre UV-Durchlässigkeit noch nicht ausreichend erforscht sind, um hier wirklich definitive Aussagen zu treffen.
Beispiel / Einschub zwischendurch im Zusammenhang mit der anscheinenden Gefährdung bei Vitaluxbestrahlung: Die UV-Intensität der Mittagssonne im Australischen Outback entspricht der von 20 Vitalux pro qm aus einem halben Meter Entfernung, und da hüpfen auch Echsen rum …
Zur Hitzeentwicklung und Absenkung der Feuchtigkeit: Logischerweise muss bei Vitaluxbestrahlung bei Einbau im Becken einiges beachtet werden: Ausreichende Be- und Entlüftung des Beckens, ausreichende Größe mit der Möglichkeit, dass die Beckeninsassen jederzeit in kühlere Bereiche ausweichen können. Hierin hauptsächlich begründet ist auch die Empfehlung, einen Meter Abstand zu halten … nicht etwa wegen der UV-Strahlung sondern wegen der möglichen Überhitzungs- oder gar Verbrennungsgefahr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Echsen aus entsprechenden Lebensräumen sich in ausreichend großen Becken mit Ausweichmöglichkeit der Vitalux durchaus für längere Zeit auf 20 oder 30 cm nähern und sich dort sonnen … um dann irgendwann zu verschwinden. In kleineren Becken bestrahle ich mit der Vitalux auch nur von außen durch die geöffnete und mit Drahtgaze gesicherte Schiebescheibe, wo ja auch Kühlung und Lüftung dadurch gegeben ist.
Auch in großen Becken habe ich die Vitalux (fest eingebaut) hin und wieder 3 oder 4 Stunden an … vernünftige Belüftung natürlich vorausgesetzt.
Dies ist seit langen Jahren meine Art der UV-Versorgung … mit ausreichender und vernünftig dosierter Supplementierung (nebenbei bemerkt praktisch ausschließlich mit dem Präparat ViSpuMin der Firma Taubenbacks … aber das ist wieder ein Thema für sich, wo doch die teuren Präparate wie H**p*t*l und K**vi*** anscheinend das A und O sind …) hatte ich so noch nie irgendwelche hierin irgendwie begründbaren Mangelerscheinungen bei meinen Echsen.
Ausnahme: In kleinen und hin und wieder in reinen Aufzuchtbecken benutze ich auch diese 23 oder 26 Watt Energie-Spar-UV-Lampen, aber nur wenn gewährleistet ist, dass die Tiere auf 10 – 20 cm herankommen. Und diese Teile werden bei mir auch regelmäßig gewechselt, wogegen ich die Vitalüxe bis an ihr Lampen-Leben-Ende benutze.

Puh … nein, ich bin noch nicht fertig … noch mal so allgemein:
Mich stört der Vorwurf, dass ich hier schon wieder anscheinend das Team schlecht machen will … bzw., jetzt mal extra für Nicole copy and paste :roll: : “welcher es nicht nötig hat solche Fragen zu stellen um das Team hier in ein schlechtes Licht zu stellen und genau so verstehe ich leider Deine Frage.“. … das ist hier nicht der Fall … und zuletzt: Die unbegründete Behauptung wurde ja hier nun nicht von mir aufgestellt … die Behauptung der hochgradigen Belastung wurde ja nun von Tinie in den Raum … den virtuellen Forenraum gestellt … unbegründet … erstmal einfach so.

Also: Fazit: Also eventuell auch erstmal versuchen zu unterstellen, dass ich mir bei Antworten etwas denke …

… und den Ball zurückspielend lieber Jörg: Warum unterstellst Du mir hier gleich negatives? Vielleicht auch schon mit einer etwas ver- oder angezerrten Sichtweise? Oder meinst Du, dass mir nicht bekannt ist, was ehrenamtliche Foren-, Nachwuchs- und auch Vereinsarbeit im Sinne der Terraristik bedeutet … und auch die Arbeit mit Newbies in diesem unserem Hobby?

So genug erstmal und daher:
So long,
Peter

Nee, noch was: Manchmal bin ich übrigens geneigt, den Leuten auch mal wenigstens zuzuhören und sogar Glauben zu schenken, die UV-Bestrahlung generell für überflüssig halten, zum einen weil noch nicht hundertprozentig erwiesen ist, ob und bzw. wie die Strahlung die Echsenhaut überhaupt durchdringt, zum anderen, weil man mit den nötigen Kenntnissen alle benötigten Stoffe auch durch Futtersupplementierung zur Verfügung stellen kann. Und das sind einige … auch Leute, die über viele Jahre oder Jahrzehnte erfolgreich auch extrem heliophile Reptilien halten und vermehren … OK, sind auch meist ältere Kollegen …

So, jetzt aber genug 8)
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Beitragvon tinie » Mi 03 Aug, 2011 18:27

Hallo

ja sicher Peter habe ich auch unbegründet die Osram vitalux 300 Watt als hochgradige Belastung eingestuft. Der Grund deshalb ist, dass im Forum oftmals
eher Anfänger posten, als Experten der Terraristik. Wie du schon erwähnt hast, sind doch bei der Benutzung der Osram vitalux einige wichtige Dinge zu beachten,
dazu gehört nicht nur die Belüftung, sondern ist auch die Terrariengröße mit den Abständen wichtig, sowie für welche Art man diese Bestrahlung einsetzt.
Leider erfahre ich Tag für Tag auf Arbeit immer wieder , wie unwissend gegenüber sie der Terrarienbeleuchtung sind.

Neulich erzählte mir ein Kunde ganz stolz, diese Osram vitalux 300 Watt hat er für sein Jemenchamäleon (3 Monate ) über ein 45er Exoterra-Terrarium. Das Tier
wäre jetzt nur noch unten in der Ecke.......Ja, die Lampe brannte 12h am Tag und es ist ein Wunder gewesen, das es noch lebt.
Da diese Lampe nicht nur starke Strahlungen abgibt, sondern auch sehr viel Hitze, kann man auch mit fahrlässiger Benutzung ein Tier umbringen.
Für therapeuthische Zwecke , z.Bsp. Rachitis, kann man mit dieser Bestrahlung noch einiges zum Vorteil bewirken, daher kann man diese Lampe auch bei uns
in der Terraristikabteilung kaufen. Aber für alltäglichen Gebrauch muss diese Lampe meines Erachtens nicht mehr sein.

Die Bright sun ist deiner Kenntnis nach nur hochgepushter Werbeartikel. Das sehe ich anders. Nicht weil ich sie verkaufen muss, nein - im Gegenteil, habe
auch diese , wie die Osram vitalux erst mit ins Sortiment genommen, weil ich überzeugt bin, dass sie ein gutes Leuchtmittel für die Terrarien angepasst ist.
Der Preis für solch eine Lampe ist um die 40,00 Euro und es kann fast 18 Monate bei 12h täglich gleichbleibende Licht und UVB-Werte garantiert werden.
Die Messungen sind nicht nur von Lucky reptiles , sondern auch von einige DGHT-Mitglieder getestet und veröffentlich worden.
Diese Lampe vereinbart Licht-UVB-UVA und Wärme in eins, abgestimmt auf Regenwald (jungle) oder (Steppe) Desert. Das EVG und KVG ist teuer, das stimmt.
Was ich gut finde und Lucky reptiles verstehen kann, für Otto-Normal-Verbraucher einfach und sicher, diese Teile braucht man nur zusammenstecken- fertig. Dies kostet natürlich
seinen Preis. Wer es billiger haben will, kann natürlich selber ein Vorschaltgerät ranpfriemen , aber hier sei auch auf die Brandgefahr hingewiesen , falls was nicht ordnungsgemäß installiert worden ist.

Das die Notwendigkeit vom UVB noch sehr umstritten ist, auch bei helophilen Arten, ist mir bekannt und selbst Heiko Werning schreibt in seinen Fachbuch zu den Wasseragamen,
dass die Regenwaldbewohner nicht zwingend das UVB benötigen, insofern die Tiere regelmäßig supplementiert werden.
Andererseits kenne ich Fälle, wo der Mineralstoffgehalt der Jungtiere am Boden war und eine UVB-Behandlung wahres Wunder geleistet hat.
Nebenbei ist bei der UVB-Bestrahlung auch immer noch die These des Wohlfühlfaktors. Auch wenn unsere Reptilien keine Säugetiere sind, aber Lebewesen und vergleiche sie in manchen Situationen gerne mit den Menschen, wo ich immer wieder einige Parallelen finde. :D

Selbst bei der Jungtieraufzucht , wenn ich punktuell ein UVB-Licht und ein Wärmelicht separat habe, tun sie sich oftmals für das UVB entscheiden, was mir sagt,
sie brauchen und mögen es. Selbst den Phelsumen -Eiern , welche an Pflanzen geklebt werden und UVB ausgesetzt werden, unterstellt man bessere Jungtiere , durch
die Bestrahlung im embryonalen Wachstum.

Denke mal was wir wissen sind oftmals nur Thesen und Vermutungen und man könnte glaube Stunden und viel länger darüber diskutieren.
Aber wenn ich einen Neuling hier was erklären möchte, beschränke ich mich erstmal auf das Wesentliche, um ihn nicht gleich zu überfordern. Wer mehr wissen möchte,
kann das immer und gerne erfahren, der kann einfach fragen.
Lieben Gruss von tinie
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Beitragvon terra » Mi 03 Aug, 2011 19:27

Hallo Peter,

ja ein Hallo schreibe ich meistens am Anfang meiner Beiträge soviel Zeit sollte sein.
Auf ein Copy&Paste kann ich bei meiner kurzen Antwort hier verzichten.
Ja vielleicht habe ich Dir etwas schlechtes unterstellt - das möchte ich nicht bestreiten - dies hat aber nichts persönlich mit Dir zu tun da ich Dich eigentlich nicht kenne und auch keine Vorurteile gegen Dich habe. Es liegt irgendwie manchmal an Deinen kurzen und sehr knappen Beiträge welche Du hier einfügst welche dann auch für manche falsch verstanden werden.
Das Du Dich besser ausdrücken kannst beweist ja Dein letzter Beitrag hier.
Wir hatten schon öfters Mitglieder welche in jeder Antwort einen Fehler gesucht haben um das Team hier in ein schlechtes Licht zu stellen, dies möchte ich aber in Zukunft gleich im Keim ersticken da so was für ein Forum nicht nützlich ist.
Auf eine weitere gute Zusammenarbeit
Mit freundlichen Gruß Jörg

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