terra hat geschrieben:Hallo Peter,
Hallo Jörg,
jetzt fang bitte nicht wieder so an, denn ich habe diese Frage ernst gemeint und wollte wissen, wie diese „hochgradige Belastung“ begründet wird.
Einigen wird bekannt sein, dass ich schon etwas länger Reptilien, hauptsächlich Echsen, halte und auch mit UVB versorge.
Andererseits möchte ich vorausschicken, dass ich nach wie vor keine BrightSun benutze und auch nicht beabsichtige, dies in näherer Zukunft zu tun … worüber einige besonders Terrarien-Beleuchtungs-Händler denken mögen was sie wollen, das ist mir ziemlich egal. Vielleicht werde ich auch langsam alt … andererseits bin ich auch nicht der einzige, der vieles nach dem Motto „never change a running system“ macht, auch in der Terraristik (die Bezeichnung konservativer Spinner hab ich auch schon mal gehört …).
Meine Skepsis der Bright sun gegenüber begründet sich unter anderem folgendermaßen:
1. (und eher nebensächlich) Ich bin nicht bereit, so eine Menge Kohle für einen besseren Spotstrahler auszugeben … ab einer gewissen Anzahl Terrarien mit Tieren aus ariden Lebensräumen rechnet sich das nämlich schon.
2. bin ich grundsätzlich vorsichtig, wenn irgendwelche unbekannten und unerprobten Neuheiten mit exorbitantem Werbeaufwand hochgepusht werden, wie ja hier anfänglich unstrittig passiert ist.
3. Gibt es im Gegensatz zur Ultra-Vitalux nach wie vor keine Langzeiterfahrungswerte, höchstens vielleicht inzwischen mittelfristige …
4. Nach wie vor bestehen hier bei diesem Leuchtmittel die großen Schwankungen bezüglich der Stärke und Menge des abgegebenen UVB´s … und ein Händler, dem ich glauben würde, dass er alle Birnen fachmännisch durchgemessen hat, müsste erst geboren werden.
5. Ist mir noch der Hype um diese 100 bzw. 160 Watt Powersuns und baugleiche im Gedächtnis, die sich ja letztendlich auch als ziemlicher Mist und Energieverschwendung rausgestellt haben … wozu noch kam, dass die abgegebene Lichtmenge und –qualität im Verhältnis zum Preis und Energieaufwand eher ungünstig war.
Außerdem habe ich nie von dauerhafter Bestrahlung geredet. Und diese hochgradigen Schäden bei längerer Bestrahlung mit Ultra-Vitalux sind für mich nicht belegt, ja ich bin so giftig und tue diese zumindest teilweise auch als negatives Werbegelaber zugunsten der Bright sun ab, mit der nun mal viel mehr Kohle zu machen ist.
Der Vergleich mit dem Menschen ist hier mehr als hinkend, da die Zusammensetzung der „echsischen“ Hautschichten und ihre UV-Durchlässigkeit noch nicht ausreichend erforscht sind, um hier wirklich definitive Aussagen zu treffen.
Beispiel / Einschub zwischendurch im Zusammenhang mit der anscheinenden Gefährdung bei Vitaluxbestrahlung: Die UV-Intensität der Mittagssonne im Australischen Outback entspricht der von 20 Vitalux pro qm aus einem halben Meter Entfernung, und da hüpfen auch Echsen rum …
Zur Hitzeentwicklung und Absenkung der Feuchtigkeit: Logischerweise muss bei Vitaluxbestrahlung bei Einbau im Becken einiges beachtet werden: Ausreichende Be- und Entlüftung des Beckens, ausreichende Größe mit der Möglichkeit, dass die Beckeninsassen jederzeit in kühlere Bereiche ausweichen können. Hierin hauptsächlich begründet ist auch die Empfehlung, einen Meter Abstand zu halten … nicht etwa wegen der UV-Strahlung sondern wegen der möglichen Überhitzungs- oder gar Verbrennungsgefahr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Echsen aus entsprechenden Lebensräumen sich in ausreichend großen Becken mit Ausweichmöglichkeit der Vitalux durchaus für längere Zeit auf 20 oder 30 cm nähern und sich dort sonnen … um dann irgendwann zu verschwinden. In kleineren Becken bestrahle ich mit der Vitalux auch nur von außen durch die geöffnete und mit Drahtgaze gesicherte Schiebescheibe, wo ja auch Kühlung und Lüftung dadurch gegeben ist.
Auch in großen Becken habe ich die Vitalux (fest eingebaut) hin und wieder 3 oder 4 Stunden an … vernünftige Belüftung natürlich vorausgesetzt.
Dies ist seit langen Jahren meine Art der UV-Versorgung … mit ausreichender und vernünftig dosierter Supplementierung (nebenbei bemerkt praktisch ausschließlich mit dem Präparat ViSpuMin der Firma Taubenbacks … aber das ist wieder ein Thema für sich, wo doch die teuren Präparate wie H**p*t*l und K**vi*** anscheinend das A und O sind …) hatte ich so noch nie irgendwelche hierin irgendwie begründbaren Mangelerscheinungen bei meinen Echsen.
Ausnahme: In kleinen und hin und wieder in reinen Aufzuchtbecken benutze ich auch diese 23 oder 26 Watt Energie-Spar-UV-Lampen, aber nur wenn gewährleistet ist, dass die Tiere auf 10 – 20 cm herankommen. Und diese Teile werden bei mir auch regelmäßig gewechselt, wogegen ich die Vitalüxe bis an ihr Lampen-Leben-Ende benutze.
Puh … nein, ich bin noch nicht fertig … noch mal so allgemein:
Mich stört der Vorwurf, dass ich hier schon wieder anscheinend das Team schlecht machen will … bzw., jetzt mal extra für Nicole copy and paste
Also: Fazit: Also eventuell auch erstmal versuchen zu unterstellen, dass ich mir bei Antworten etwas denke …
… und den Ball zurückspielend lieber Jörg: Warum unterstellst Du mir hier gleich negatives? Vielleicht auch schon mit einer etwas ver- oder angezerrten Sichtweise? Oder meinst Du, dass mir nicht bekannt ist, was ehrenamtliche Foren-, Nachwuchs- und auch Vereinsarbeit im Sinne der Terraristik bedeutet … und auch die Arbeit mit Newbies in diesem unserem Hobby?
So genug erstmal und daher:
So long,
Peter
Nee, noch was: Manchmal bin ich übrigens geneigt, den Leuten auch mal wenigstens zuzuhören und sogar Glauben zu schenken, die UV-Bestrahlung generell für überflüssig halten, zum einen weil noch nicht hundertprozentig erwiesen ist, ob und bzw. wie die Strahlung die Echsenhaut überhaupt durchdringt, zum anderen, weil man mit den nötigen Kenntnissen alle benötigten Stoffe auch durch Futtersupplementierung zur Verfügung stellen kann. Und das sind einige … auch Leute, die über viele Jahre oder Jahrzehnte erfolgreich auch extrem heliophile Reptilien halten und vermehren … OK, sind auch meist ältere Kollegen …
So, jetzt aber genug



und Du weißt nicht wie Du diese einfügen kannst? Eine Beschreibung zum Einstellen der Daten ist 

